Studienfahrt nach Dachau

64 Schülerinnen und Schüler der J1 des Wirtschaftsgymnasiums sowie Schüler der Kaufmännischen Berufsschule (2BM1) haben am Dienstag, den 28. Juli 2026, das KZ Dachau besucht.

Bereits am Tag zuvor wurden die Schüler auf den Besuch in ihren GGK-Kursen vorbereitet, wobei auch der Film „The Zone of Interest“ gezeigt und besprochen wurde. Im Zentrum stand hier das Erleben des Holocaust von der Beobachterseite sowie das Leben der Familie des Lagerkommandanten des KZ Auschwitz, Rudolf Höß.

Beim Besuch des KZ Dachau bei bestem Sommerwetter lag der Fokus auf dem Alltag der Häftlinge sowie der Willkür und dem Terror, denen sie ausgesetzt waren: Gekennzeichnet wurden die Häftlinge in Gruppen unterteilt, um sie auch gegeneinander zu positionieren. In zwölf Jahren seines Bestehens kamen so politische Häftlinge, Intellektuelle, aber auch von den Nazis als unwürdig betrachtete Menschen in das Lager. Je nach der Ausrichtung der NS-Politik änderte sich die Zusammensetzung und Herkunft der Häftlinge: So wurden auch polnische Politiker nach dem Überfall auf Polen oder sowjetische Kriegsgefangene in das Lager gebracht.

Vom Lager selber sind einige Gebäude erhalten, einige wenige rekonstruiert: Vorbei an der SS-Hauptwache, der politischen Abteilung und den Überresten des ersten Lagers ging es den Weg der Häftlinge entlang. Danach betraten die Schülerinnen und Schüler das Gelände über das Jourhaus mit den Gedenkplatten zur Befreiung des Lagers durch die Alliierten und dem Lagertor, das die Inschrift „Arbeit macht frei“ trägt. Auf dem Appellplatz bekamen sie dann einen Überblick über die Baracken und das ehemalige Krankenlager. Danach führte sie der Weg an den Wirtschaftsgebäuden vorbei zum Lagergefängnis, von den Häftlingen „Bunker“ genannt. Von der Zelle Georg Elsers ging der Rundgang weiter der Stacheldrahtumzäunung entlang zum Krematoriumsbereich. Nach der Besichtigung der Desinfektionskammer, der Verbrennungsöfen und der Totenkammern endete der Rundgang an der Evangelischen Versöhnungskirche. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler von den Lebensumständen und Erlebnissen von Max Mannheimer und Margot Friedländer.

Durch diesen Ausflug bekamen die Schüler eine eindrückliche und bedrückende Realitätserfahrung statt grauer Theorie und erfuhren so über Methoden der Kontrolle, Einschüchterung und Unterdrückung und den Alltag im Zeichen von Willkür und Terror.

Text: S. Aust

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