Kreativität trifft Verantwortung: Projekttag der Kaufmännischen Schule Waiblingen

Beim Projekttag der Kaufmännischen Schule Waiblingen wurde das Klassenzimmer gegen Tanzfläche, Kreativwerkstatt und Diskussionsraum getauscht. Die Schülerinnen und Schüler konnten aus verschiedenen Workshops wählen, Neues ausprobieren und Themen vertiefen, die sie im Alltag unmittelbar betreffen.

Coole Moves bei Fun & Dance
Bewegung, Musik und Teamgeist standen beim Tanzworkshop in der Tanzschule Fun & Dance im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernten neue Schritte und Choreografien kennen und konnten dabei ihr Rhythmusgefühl unter Beweis stellen. Neben den coolen Moves ging es auch darum, gemeinsam Spaß zu haben, Selbstvertrauen zu entwickeln und als Gruppe zusammenzuwachsen.

Graffiti: Von der Idee bis zur Spraydose
Gleich zwei Workshops widmeten sich der Kunstform Graffiti. Im ersten Workshop vermittelte Open Mike zunächst wichtiges Hintergrundwissen: Wie ist Graffiti entstanden? Welche Styles gibt es? Welche Materialien werden benötigt? Und wie geht man richtig mit einer Spraydose um? Nach der Einführung folgte die praktische Umsetzung. Die Schülerinnen und Schüler konnten das Gelernte direkt anwenden und eigene kreative Ideen verwirklichen.

Der Workshop „Graffiti II“ mit Frau Baumann fand in der Familienbildungsstätte Waiblingen statt. Zunächst fertigten die Teilnehmenden eigene Schablonen an. Anschließend erklärte Frau Baumann verschiedene Spraytechniken. Dann hieß es: Schutzkleidung an, Dosen in die Hand und kreativ werden. Die Ergebnisse überzeugten durch abwechslungsreiche Motive und individuelle Gestaltung. Eine tolle Gruppe schuf tolle Werke.

Sicherheit beginnt mit Respekt
Dass Selbstverteidigung weit mehr bedeutet als körperliche Techniken, zeigte das Sicherheitstraining. Neben praktischen Übungen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit sicherem Auftreten und respektvoller Kommunikation.

Unter dem Motto „Respekt ist ein Bumerang“ wurde deutlich: Wer anderen respektvoll begegnet, kann Konflikte häufig entschärfen, bevor sie eskalieren. Der Workshop verband praktische Selbstverteidigung mit theoretischem Wissen und vermittelte Strategien, die im Schulalltag ebenso hilfreich sind wie in der Freizeit oder im späteren Berufsleben.

Real Talk: Wie sieht die Schule der Zukunft aus?
Im Workshop „Real Talk – eure Schule der Zukunft“ waren die Ideen der Schülerinnen und Schüler gefragt. Welche Veränderungen würden den Schulalltag wirklich verbessern? Welcher „Hack“ wäre für Lernende und Lehrkräfte Gold wert?

Die Teilnehmenden entwickelten kreative, aber realistische Vorschläge für die Schule von morgen. Dabei ging es nicht um unerreichbare Wunschvorstellungen, sondern um konkrete Ideen, die Lernen, Zusammenarbeit und Schulleben verbessern könnten. Der Workshop machte deutlich, wie wichtig es ist, junge Menschen an der Gestaltung ihrer Schule zu beteiligen.

Tatort Internet: Chancen nutzen, Risiken erkennen
Das Internet gehört zum Alltag, doch nicht alles, was online möglich ist, ist auch erlaubt oder ungefährlich. Im Medienworkshop „Tatort Internet“ informierte Hauptkommissar a. D. Uwe Belz über Persönlichkeits- und Urheberrechte, Zivilcourage sowie die Folgen digitaler Grenzüberschreitungen.

Im Mittelpunkt standen die möglichen Konsequenzen für Opfer, aber auch die strafrechtlichen Folgen für Täterinnen und Täter. Zudem beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Wirkung von Medien und der Frage, wie sich Fake News, Deepfakes und KI-generierte Inhalte erkennen lassen. Gerade in einer Zeit, in der manipulierte Bilder und Videos immer realistischer wirken, ist diese Medienkompetenz besonders wichtig.

Rechtsextremismus erkennen und handeln
Ein weiterer Workshop setzte sich mit Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft und im Rems-Murr-Kreis auseinander. Was bedeutet Extremismus? An welchen Codes, Symbolen und Kleidungsstilen lassen sich rechtsextreme Botschaften erkennen? Warum radikalisieren sich Jugendliche – und was können Schule, Familie und Freundeskreis dagegen tun?

Auch mögliche Straftaten und deren rechtliche Konsequenzen wurden thematisiert. Der Workshop sensibilisierte dafür, genauer hinzusehen und menschenfeindlichen Aussagen nicht gleichgültig zu begegnen. Er zeigte zugleich, wie wichtig Aufklärung, demokratische Werte und Zivilcourage für ein respektvolles Zusammenleben sind.

Lernen, das über den Unterricht hinausgeht
Der Projekttag bot eine abwechslungsreiche Mischung aus Bewegung, Kunst, Diskussion und gesellschaftlicher Bildung. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Talente entdecken, ihre Kreativität zeigen und sich mit Herausforderungen auseinandersetzen, die weit über einzelne Schulfächer hinausgehen.

Ob auf der Tanzfläche, an der Spraywand oder im Gespräch über Medien und Demokratie: Der Tag zeigte, dass Lernen besonders dann wirkt, wenn junge Menschen selbst aktiv werden.


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