„Wow, was die alles können“: Studenten performen Reiselyrik

Zeig mir die Welt mit Gedichten: Reiselyrik einmal anders. Stuttgarter Studenten zeigten wie das klingen kann.

 

 

Von solchen Schüleraussagen träumen Deutschlehrer: „So etwas habe ich noch nie gesehen“, „Wow, was die alles können – Instrument spielen, beatboxen, rappen, so viel auswendig parat haben“, „Das war voll für uns“. Verdient haben das Lob die drei Performer Hannah Wehrum, Ramon Schmid, Isabel Schmier und die zwei Musiker Valentin Koch und Erik Biscalchin. Zusammen treten sie mit ihrem Programm „Vor mir die Welt“ auf, bei dem sie Reiselyrik inszenieren. Reiselyrik ist ab 2021 an Beruflichen Gymnasien Sternchenthema im Abitur. Nun war die Truppe recht kurz nach der Premiere des Programms im Ludwigsburger Schloss dank des Engagements von Bibliotheksleiterin Julia Schiemann zu Gast am Beruflichen Schulzentrum Waiblingen.

 

 

Elf Klassen von TG und WG durften an der Performance teilnehmen. 

 

 

16 Gedichte – von Kaléko, Kästner, Hesse bis zu Goethe, Jandl, Fallersleben – wurden in dem 70minütigen Programm intoniert. Ziel der Inszenierung ist es, bei Oberstufenschülern ein nachhaltiges Interesse für Lyrik zu wecken. Der Weg dorthin ist bunt und kreativ: Goethe und Schiller messen sich im „Battle-Rap“ oder weil Goethe so „krass ist, dass er auch mit sich selbst battle-rapped“, darf´s auch mal monologisch sein. Das klingt dann nicht nach Anbiederung an die Zielgruppe, sondern unterhaltsam, überraschend und virtuos. Ob dialogisch, szenisch, chorisch, mit Elementen des Slam Poetry oder des Beatboxens – den drei Studenten vom Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik unter der Regie von Professor Michael Speer fällt immer etwas ein. Den rund 300 Schülerinnen und Schülern aus sechs Klassen der Gewerblichen Schule und sieben Klassen der Kaufmännischen Schule hat es jedenfalls gefallen. Die Vielfalt des Reisens wurde glänzend von den beiden Musikern unterstützt dargestellt – sie integrierten Elemente von Reinhard Mey, Cro, Silbermond oder auch Otis Reding in sehnsüchtige Klänge vom Reisen. Finanziert wurde die Veranstaltung vom Förderverein „Freunde der Beruflichen Schulen e.V.“.

 

 

Die Lyrikperformer hatten keine Berührungsängste und gingen auch ins Publikum…

 

…und hatten offensichtlich selbst Spaß an ihrem Wirken. 

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