Schulpräsidentin Rugart lobt neues „GLL“-Konzept

Strahlende Gesichter gab es bei der Präsentation des neuen Konzepts „Gemeinsam Leben Lernen“: Die Lehrer Nina Pache (Mitte) und Matthias Pfleiderer (Zweiter von rechts), die zum GLL-Team unserer Schule gehören, erklärten der Stuttgarter Schulpräsidentin Claudia Rugart (links) und unserem zuständigen RP-Referenten Dr. Volker Dangel, wie GLL bei Schülern Erfolge erzielen soll. Frau Rugart und Herr Dr. Dangel zeigten sich begeistert von dem landesweit einmaligen Projekt.

 

 

„Schülernah“ und „erfolgversprechend“:
Schulpräsidentin Rugart lobt neues „GLL“-Konzept

 

Schulpräsidentin Claudia Rugart vom Regierungspräsidium Stuttgart zeigte sich begeistert bei ihrem Besuch an unserer Schule: „Hier werden neue Wege gegangen.“ Gemeint ist das Konzept „Gemeinsam Leben Lernen“ (GLL). Die Kaufmännische Schule Waiblingen ist die einzige in Baden-Württemberg, bei der GLL im Stundenplan auftaucht, und bundesweit die einzige, die sich damit auch in die Oberstufe wagt. Was Schulpräsidentin Rugart und Dr. Volker Dangel, Referent für die regionale Schulentwicklung, besonders an „Gemeinsam Leben Lernen“ überzeugte, war, dass „Kommunikation, Selbstmanagement und der Umgang mit herausfordernden Situationen mit Hilfe von erfahrungs- und reflexionsorientierten Methoden im Unterricht gemeinsam erlernt und eingeübt werden“. Das Ergebnis lautet ganz einfach: Besserer Schulerfolg“, weiß Carina Wegmann, die die Idee zu dem neuen Konzept im November 2014 vom Berliner Bildungskongress des Handelsblatts mitbrachte. Bei Schulleiter Ulrich Lenk und den Abteilungsleitern stieß die Idee auf offene Ohren, denn: „Die Inhalte von GLL decken sich stark mit unserem Schulleitbild und den strategischen Zielen unseres Schulentwicklungsprozesses.“

Schnell nahm die Idee Fahrt auf. An besagtem Bildungsprozess lernte Frau Wegmann Günther Hennig kennen. Er ist bei der Eckardt-von-Hirschhausen-Stiftung „Humor hilft heilen“ (HHH) tätig und betreut das Programm „Gemeinsam Leben Lernen“ in Kooperation mit dem Institut für angewandte sozialwissenschaftliche Forschung e.V.. GLL will mit seinen Ideen zunächst ein gutes Klassenklima schaffen, um so ein gutes Lernklima zu erreichen, welches wiederum für besseren Lernerfolg sorgen soll. „Der Einsatz von GLL lief bisher in vielen Bundesländern vom Kindergarten bis in die Sekundarstufe I“, erzählt Carina Wegmann, „und die Ergebnisse zeigen, dass es den Schülern hilft“. „Es ist für mich das erste Konzept, das die Motivation von Schülern als ganzheitliches Projekt anspricht und nicht nur auf punktuelle Aspekte setzt wie zum Beispiel ´Selbstorganisiertes Lernen´, das vor allem auf Gemeinschaftsbildung und Selbstvertrauen abzielt“, sagt BWL-Lehrerin Wegmann.

 

Viel Personaleinsatz fordert das GLL-Projekt: Zu sehen sind die Lehrerkollegen Gerhard Hümpfner, Nina Pache, Matthias Pfleiderer, Daniela Adamec, Carina Wegmann und Claudia Herrmann; WS- und BK-Abteilungsleiterin Sibylle Kumpf (Fünfte von links); Günther Hennig (Zweiter von links), der das Projekt bei der Hirschhausen-Stiftung betreut. Schulpräsidentin Claudia Rugart (Fünfte von rechts), RP-Referent Dr. Volker Dangel und Schulleiter Ulrich Lenk (Zweiter von rechts) freuten sich über das geleistete und dargebotene Engagement.

 

Günther Hennig, ein Lehrer mit Herzblut wie er im Buche steht, sprang schon am Kongress sofort auf Carina Wegmanns Nachfrage an, ob GLL auch in der Oberstufe möglich sein könnte. Zusammen machten sie sich ans Werk. Gestartet werden musste von null. Ein Jahr lang erarbeiteten mittlerweile sieben Lehrer – Daniela Adamec, Claudia Herrmann, Gerhard Hümpfner, Katharina Kramer, Nina Pache, Matthias Pfleiderer und Carina Wegmann – in einem „Werkstattjahr“ Unterrichtsmaterial. Zwölf Klassen im Berufskolleg I und II, der Wirtschaftsschule sowie Einzelhändler, Verkäufer und Lagerlogistiker kamen an der Berufsschule in den Genuss dieses neuen Wegs. Stolz legt das GLL-Team Wert darauf, dass die Unterrichtsmaterialien und die von Günther Hennig erarbeitete Didaktik mit dem „Copyright by KSWN“ versehen seien.

Die Gemeinschaft stärken, Regeln und Grenzen einüben, Stärken und Gefühle kennenlernen und das Konfliktmanagement in zwischenmenschlichen Beziehungen – die Module des GLL-Unterrichts die eine Stunde pro Woche eingeübt und von allen Fachlehrern weiter praktiziert werden können, sollen auch den Lehrenden helfen, „an die Schüler heranzukommen und der Beziehungsgestaltung dienen“, so Frau Wegmann. Schulpräsidentin Rugart und der für unsere Schule zuständige Referent des Stuttgarter Regierungspräsidiums Dr. Dangel waren bei einem Unterrichtsbesuch erstaunt, wie konzentriert und zielgerichtet die Schülerinnen und Schüler die eingeübten Methoden umsetzen konnten.

Nach dem ersten „Werkstattjahr“ folgte im zurückliegenden Schuljahr eine Überarbeitung, sodass nun komplette Unterrichtseinheiten in digitaler Moodle-Aufbereitung zum Abruf zur Verfügung stehen. Für Initiatorin Wegmann war dies nur dank der „unglaublichen Kraftanstrengung des ganzen Teams“ möglich. Nun soll die Zeit der Ernte kommen: Für die Schüler des ersten Jahrgangs gab es bereits ein „Zertifikat“, das die Teilnahme an GLL mit den aufgeschlüsselten Kompetenzen enthält. Eckart von Hirschhausen persönlich gratulierte den Schülern in einer Live-Schalte über das Handy bei der Zeugnisübergabe. Außerdem haben mehrere Ausbilder bei einer Ausbilderversammlung an der Schule zurückgemeldet, dass dies ein sehr förderlicher Nachweis sei, zumal auch Betriebe „immer mehr erzieherische Arbeit leisten“ müssten und deshalb für die Unterstützung sehr dankbar sind.

Aber auch die Lehrkräfte wollen die Früchte ihres Engagements nun ernten: Sie wollen Fortbildungen an anderen Schulen anbieten, als Mentoren zur Verfügung stehen, in einem externen Workshop neue Module für den Unterricht erarbeiten, an Schulleitertagungen das GLL-Konzept präsentieren. Der erste Schritt ist getan – Schulpräsidentin Claudia Rugart und Referent Dr. Volker Dangel sprachen nach der mehrstündigen Präsentation des „Gemeinsam Leben Lernen“-Konzepts an unserer Schule von einem „erfolgversprechenden Weg“, der „nah an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler dran“ sei. Die positive Reaktion der Schulpräsidentin motiviert das GLL-Team jedenfalls, engagiert weiterzuarbeiten. Von Schulleitungsseite werde man das Möglichste versuchen, um dieses Projekt zu unterstützen und multiplikativ zu fördern, so Lenk.

 

 

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