Schüler führen Schüler durch Anne-Frank-Ausstellung


Schüler führen Schüler durch Anne-Frank-Ausstellung

Millionen Menschen haben das Tagebuch der Anne Frank gelesen, in dem das jüdische Mädchen von ihrem Leben in ständiger Angst vor Deportation ins KZ schreibt. Zwei Jahre lang versteckte sie sich mit ihrer Familie auf engstem Raum in einem kleinen Hinterhaus in Amsterdam, bevor sie verraten und kurz vor Kriegsende mit 15 Jahren im KZ starb. Doch ihr Schicksal bewegt bis heute. So verwundert es nicht, dass ebenso Unzählige in mittlerweile 32 Ländern die internationale Wanderausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ besucht haben. Jetzt wurde die deutsche Fassung der Schau, als erster Ausstellungsort in diesem Jahr, an unserer Schule, im Foyer der Kaufmännischen Schule Waiblingen, eröffnet. Unter den Gästen war auch der stellvertretende Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll. Veranstalter ist das Kreishaus der Jugendarbeit.

Das Besondere: Schüler erklären Schülern die Ausstellung, also die bedrückende Lebensgeschichte der Anne Frank aus der Perspektive der Familie Frank. So wird die damalige Lebenserfahrung nachvollziehbar und auf die stets aktuellen Themen Diskriminierung, Fremdenhass und fehlende Toleranz bezogen. 16 Jugendliche von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien aus dem Rems-Murr-Kreis haben sich von Mitarbeitern des Berliner Anne-Frank-Zentrums als Begleiter ausbilden lassen. „Wenn die Herzen erreicht werden, ist der Lerneffekt am größten“, freut sich Schulleiter Ulrich Lenk über das Ausstellungskonzept. Und Schirmherr Landrat Johannes Fuchs mahnte an Zivilcourage und Mut, damit sich solch ein Schicksal nicht wiederhole: „Wir bekommen die freiheitliche Demokratie nicht geschenkt, wir müssen täglich dafür eintreten.“

Eigens zur Eröffnung der Ausstellung, die noch bis zum 12. Februar zu sehen ist, kam auch der Direktor des Anne-Frank-Zentrums, Thomas Heppener. „Die Ausstellung soll dazu anregen, über die Gleichheit und die Verschiedenheit der Menschen nachzudenken“, sagte er. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von der Freien Musikschule Saitenspiel aus Weinstadt, deren Ensemble 2008 Landessieger im Wettbewerb „Jugend musiziert“ wurde. Besonderes Augenmerk im Veranstaltungsprogramm der Ausstellung dürfte am 23. Januar ein Konzert mit Esther Bejerano sein, die im Mädchenorchester des Konzentrationslagers Auschwitz Akkordeon spielte.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo-Fr 9.00 – 17.00 Uhr + So 18.01 / 25.01. 14.30 – 18.00 Uhr.

 Heppner  

Reiste eigens zur Ausstellungseröffnung aus Berlin an: Thomas Heppener, der Direktor des Anne-Frank-Zentrums.

 

 
 Anne Frank Ausstellung  
Schirmherr Landrat Johannes Fuchs (rechts) eröffnete die Ausstellung im Beisein von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll und Schulleiter Ulrich Lenk.  
   

 

 

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