„Nichts“ bedeutet doch etwas


„Nichts“ bedeutet doch etwas

theatervorbereitung für
Theaterpädagoge Volker Schubert vom Landestheater Tübingen ist mit Leib und Seele bei der Einführung zum Stück „Nichts“ dabei – und die Schüler ließen sich anstecken.

„Nichts bedeutet irgendetwas“, sagt Pierre Anthon, „das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun“. Steht auf und lässt seine Klassenkameraden aus der 7a im Klassenzimmer zurück. Mit diesem fulminant nihilistischen Paukenschlag beginnt der Jugendroman „Nichts. Was im Leben Bedeutung hat“ der dänischen Autorin Janne Teller. Weil dies auf den ersten Blick wenig erbaulich für die junge Seele wirkt, war das Buch in Dänemark zunächst verboten, wird aber inzwischen mit Literaturpreisen überhäuft. Der Bestseller wurde nun auch im Deutschunterricht der 11/1 und im Literaturkurs behandelt. Hat Pierre Anthon Recht? Wie konnte es so weit kommen, dass sich die Kinder in Gemeinheiten und Gewalttaten überbieten wollen, um „die Bedeutung“ zu finden und sie Pierre Anthon beweisen wollen?

Kein leichter Stoff, geht es doch um die menschliche Existenz, den Sinn des Lebens – Themen, die junge Menschen ganz besonders beschäftigen. Warum also diesem schwierigen Thema in der Schule ausweichen, nur weil es unbequem werden könnte?   

Erstmals hat nun auch das Landestheater Tübingen den Stoff für sich entdeckt – und das Bürgerzentrum Waiblingen hat ihn in seinen Spielplan aufgenommen. Nun fand die Aufführung statt: Wie lässt sich der gewaltige „Berg der Bedeutung“ aus dem Buch auf die Bühne bringen? Gar nicht. Zumindest nicht in der Konzeption der Landesbühne. Das Ensemble ließ ihn „abstrakt“ erscheinen und auch die womöglich ersehnten Antworten auf die Fragen, die das Buch aufwirft, wurden nicht gegeben. Einblicke in die Überlegungen bei der Umsetzung des Prosatextes in ein Theaterstück erläuterte der Theaterpädagoge Volker Schubert vom Landestheater Tübingen den Schülern einige Tage vor dem Schauspiel im Unterricht, und zwar ganz praktisch, indem er die Schüler selbst proben ließ.

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