„Chef für 1 Tag“: Schüler erfragen auch den „Menschen“ im Top-Manager


„Chef für einen Tag“: Hyundai-Chef Frey an unserer Schule –

Schüler erfragen auch den „Menschen“ im Top-Manager  

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Ohne Berührungsängste: Hyundai-Deutschland-Chef Werner H. Frey lernt die Schüler der 12/1 kennen. (Bild: Sabine Braun)

Die Schüler der 12/1 unseres Wirtschaftsgymnasiums wollen ganz an die Spitze. Das machten sie am Mittwochvormittag klar, als sie mit Werner H. Frey, dem Sprecher der Geschäftsführung von Hyundai Motor Deutschland zusammentrafen. Die bundesweite Schüleraktion „Chef für einen Tag“ hatte die besondere Begegnung organisiert, nachdem sich die Waiblinger Schüler mit einer multimedialen Bewerbung für die Teilnahme empfohlen hatten. Schulleiter Ulrich Lenk dankte Herrn Frey dafür, dass er sich „Zeit für die kaufmännische Nachwuchsförderung“ nimmt.

Für die 24 Schülerinnen und Schüler des Kurses ist allein schon die gemeinsame Bewerbung ein großer Gewinn gewesen. Auch Wirtschaftslehrer Florian Lautenschlager freut sich über den Erfolg seiner Klasse: „Ein Schüler wird Chef für einen Tag werden, aber für mich ist das Motivation für ein ganzes Schuljahr“, da er im Unterricht nun immer wieder Theorie-Inhalte mit Erfahrungen aus diesem Projekt in Beziehung setzen könne. „Durch das Projekt sind wir stärker zusammengewachsen“, berichtete Franziska Börner. Stephan Kunzmann erklärte, dass ein Drittel der Schülereltern in der Automobilindustrie beschäftigt sei und die Teilnahme jetzt eine ganz neue Dimension habe. Und Malin Layer verriet, dass schon gerätselt werde, wer denn wohl am Ende des ersten Oktoberwochenendes zum Chef für einen Tag bei Hyundai wird.

So nutzten denn die Jugendlichen aus dem Wirtschaftskurs ihre Chance ausgiebig, sich vom Top-Manager Tipps für den eigenen Werdegang zu holen und mit ihm über Führungsstil und Strategien zu diskutieren. Welche Produktstrategie verfolgt der Konzern? Wer sind die wichtigsten Wettbewerber? Warum ist Hyundai so gut durch die letzte Wirtschaftskrise gekommen? Sollte man öfter das Unternehmen wechseln, wenn man Karriere machen will? Kann man als Top-Manager moralische Prinzipien einhalten? Wollten Sie immer schon Chef werden? Und wie war Ihr Abitur? Länger als eine Stunde prasselten die Fragen auf Frey ein.

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Stolz auf ihre Leistung bei der Aktion „Chef für einen Tag“ – eine(r) aus der 12/1 wird Freys Stuhl für einen Tag übernehmen. (Bild: Sabine Braun)

Die Schüler erfuhren, dass Werner H. Frey schon zu Schulzeiten Verantwortung übernommen hat, als Klassensprecher und als Mannschaftskapitän in der Fußballmannschaft. Nach dem Wehrdienst und Studium an der TU Karlsruhe entschied sich der Wirtschaftsingenieur für die Automobilindustrie und stieg vom Spezialisten für Verkaufsprognosen bis zum Marketing-Chef von Opel auf. Seit 2007 ist der gebürtige Mannheimer Sprecher der Geschäftsführung von Hyundai Motor Deutschland. Für Urlaub Hobbys und Familie hat er sich in all den Jahren immer wieder Zeit genommen. Am Anfang seiner Karriere habe er häufig 16 bis 18 Stunden am Tag gearbeitet, berichtete der Manager. „Aber man braucht Freizeit, um die eigene Balance zu finden und Kraft zu schöpfen für den anstrengenden Job.“

Wie stark bei den Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftskurses heute schon die Führungsqualitäten ausgebildet sind, werden sie im Verlauf der nächsten Monate erfahren. „Wir prüfen in einem mehrstufigen Verfahren, wie bestimmte Veranlagungen heute schon ausgeprägt sind“, informierte Gabi Stahl von der Unternehmensberatung Odgers Berndtson die Jugendlichen. Das geschehe in einem so genannten Management Audit, populärer auch als „Casting“ oder „Assessment-Center“ zu bezeichnen, das man auch in Unternehmen für die Auswahl von Führungspersonal einsetze. Da komme es unter anderem auf Sozialverhalten, Urteilvermögen, und Kommunikationsfähigkeit an, aber auch Wissen werde geprüft.

Am ersten Oktoberwochenende entscheidet sich, wer aus diesem Kurs das „Casting“ gewinnt. Der- oder diejenige darf einen Tag lang auf dem Chefsessel von Werner H. Frey Platz nehmen. Der versprach schon, dass an diesem Tag viel los sein werde und man sich auf einen vollen Terminkalender einstellen müsse. Außerdem würde der Juniorchef / die Juniorchefin an den Entscheidungen des Tages beteiligt werden.

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