Premiere des Lions-Quest-Programms an unserer Schule


Premiere des Lions-Quest-Programms an unserer Schule
 

Teilnehmer des Lions-Quest-Einfuehrungsseminars

Erstmals haben Lehrer unserer Schule und Lehrer von Lorcher Schulen schulort- und schulartübergreifend am Programm „Lions Quest – Erwachsen werden“ teilgenommen. Es soll Lehrern Impulse geben, um die sozialen Kompetenzen von Schülern gerade in der schwierigen Zeit des Erwachsenwerdens zu fördern.

Miteinander auskommen, sich mitteilen, zusammenarbeiten, Freundschaften pflegen, Eltern verstehen, eigene Gefühle verstehen: „Erwachsen werden“ ist ein schwieriger Vorgang. Der Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein erzeugt nicht nur große Verunsicherung bei den Betroffenen. Auch das Umfeld wie zum Beispiel Eltern und Lehrer fühlen sich bisweilen überfordert und mit ihren Problemen allein gelassen. Dass es in dieser Lebensphase der Jugendlichen nicht genügt, sich im Schulunterricht auf die Vermittlung von Fachwissen zu beschränken, wissen Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen. Denn ob sie es wollen oder nicht, sie sind heute als Erzieher in einer Weise gefordert, auf die sie in ihrer Lehrerausbildung kaum oder gar nicht vorbereitet wurden.

In diese Lücke stößt das von Lions-International entwickelte Präventionsprogramm „Lions-Quest – Erwachsen werden“ für die Lehrer im Sekundarbereich, das inzwischen in über 50 Ländern erfolgreich durchgeführt  wird. Es soll die Schülerpersönlichkeit stärken sowie der Sucht- und Gewaltprävention dienen, indem soziale und kommunikative Kompetenzen erarbeitet werden und neue Verhaltensmöglichkeiten zu erproben. Nach den ersten positiven Erfahrungen in den USA wurde es in den 1990ern von der Universität Bielefeld unter der Leitung von Professor Klaus Hurrelmann an die gesellschaftlichen und schulischen Verhältnisse in Deutschland angepasst, von dort wird es noch heute wissenschaftlich begleitet. Nun bauen auch Lehrer der Kaufmännischen Schule Waiblingen schulartübergreifend mit Lorcher Lehrerkollegen auf dieses Konzept.

Selbstvertrauen, Kommunikation, Förderung sozialer Kompetenzen oder die Fähigkeit, Konflikt- und Risikosituationen zu beherrschen, sind wesentliche Programmschwerpunkte von Lions Quest. Finanziert werden diese Veranstaltungen durch die Fördervereine der Lions Clubs, die sich aus dem ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder refinanziert, durch Eigenbeteiligung der teilnehmenden Lehrer und z. T. durch Unterstützung der Fördervereine der Schulen.

Die Kaufmännische Schule betrat mit Lions Quest Neuland: Sechs Lehrer der seit diesem Schuljahr eingeführten Ganztagesform im Berufskolleg meldeten ihr Interesse an und nahmen an einem Einführungsseminar teil. Um die Mindestteilnehmerzahl für einen solchen Kurs von 20 Personen darstellen zu können, taten sie sich auf Anregung der in Lorch wohnhaften Kollegin Dr. Julia Frank vom veranstaltenden Lions Club Limes Ostalb, der Lions Quest seit seinem Bestehen an Lorcher und Gmünder Schulen fördert,  mit sechzehn interessierten Lehrkräften der Lorcher Schulen zusammen. Damit entstand ein Teilnehmerfeld, das nicht nur überregional zusammengesetzt war; die Kombination von Haupt- und Werkrealschule, Realschule, Gymnasium und Berufsschule bot eine herausragende Ausgangssituation  für einen fruchtbaren Gedankenaustausch. 

Die außergewöhnliche Motivation der Teilnehmer für dieses Programm lässt sich nicht zuletzt daran erkennen, dass sie nicht nur ihre Freizeit opferten – inklusive eines ersten Ferientages  -, sondern sich auch mit einem Betrag an den Kosten beteiligten. Möglich wurde die Veranstaltung durch die kooperative Unterstützung des Schulleiter der Kaufmännischen Schule Waiblingen, Ulrich Lenk, und der zuständigen Abteilungsleiterin, Sybille Kumpf, und nicht zuletzt durch die spontane Bereitschaft des Lions Club Waiblingen, das Einführungsseminar an der Kaufmännischen Schule ebenfalls zu unterstützen.

Der Gedankenaustausch unter den Teilnehmern ist ein wesentliches Erfolgselement der Lions Quest-Seminare. Dieses bestätigte sich in der Veranstaltung sehr eindrücklich, nicht zuletzt auch durch die erstmalige Präsenz von Berufsschullehrern. Gesellschaftliche Pluralität und Differenz – im deutschen Schulsystem längst Alltag – konnte so auch mit Blick auf deren Wirkung an den „Schnittstellen“ reflektiert werden. Als Fazit ergab sich, dass die Teilnehmer vieles sofort im Unterricht umsetzen wollen und sehr interessiert an einem gemeinsamen Aufbauseminar mit dem Trainer Heinz-Dieter Ulrich sind.

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