Planspiel: Europäische Führerscheinrichtlinie verabschiedet


Planspiel: Europäische Führerscheinrichtlinie verabschiedet

 

 schüler diskutieren über die eu
Europäische Einigkeit bei einer Sachfrage herzustellen ist gar nicht so einfach…  

 

 

Sensibilisierung von Jungwählern für europäische Themen kurz vor der Europawahl einmal anders: In einem Planspiel unter der Leitung von Nils Bunjes von Europe Direct, dem europäischen Informationszentrum in Stuttgart, verabschiedeten die Schülerinnen und Schüler des Global-Studies- Kurses der Jahrgangsstufe 1 (Klasse 12) ein europäisches Gesetz.

 

Die Gruppe der Europäischen Kommission schlug vor, dass ein einheitliches europäisches Führerscheindokument erstellt werden soll. Dieses soll an mehrere Bedingungen geknüpft sein: dass ab einem Alter von 68 Jahren jeder einmalig die Sehfähigkeit und sowie Herz-/Kreislauf testen lassen müsse; dass Fahrstunden in einem begrenzten Umfang auch privat von Eltern erteilt werden dürften; dass die theoretischen Fahrstunden drastisch reduziert werden sollten und dass das begleitete Fahren europaweit ab 17 Jahren erlaubt werden sollte. Zu diesem Gesetzesentwurf nahm die Gruppe des Europäischen Parlaments und die Gruppe des Ministerrats nach intensiven Beratungen auch mit Lobbyisten des ADAC und der Automobilindustrie Stellung. Da sich die drei Institutionen nicht einig waren ging es in die zweite Lesung. Nach insgesamt vier Schulstunden wurde dann ein Kompromiss gefunden, wie eine derartige Führerscheinrichtlinie europaweit aussehen könnte. Ein Kompromiss, der allerdings noch viele Einzelheiten offen ließ…

 

 eu-planspiel
…stellten die Schüler des Global-Studies-Kurses fest, wenn sie ihre Länderinteressen vertreten sollen.

 

 

Kurz vor den Wahlen zum Europäischen Parlament, die in Deutschland am 25. Mai stattfinden, wurde den Schülern klar, dass es ganz normal ist, dass die Verabschiedung von Gesetzen in Europa ein sehr langwieriger Prozess ist und dass dabei immer nur ein Kompromiss herauskommen kann, der für einzelne Länder vielleicht nicht optimal, für die ganze Gemeinschaft aber wichtig sind. Dass Europa nicht nur etwas ist, was im fernen Brüssel passiert, sondern die Schüler ganz konkret im täglichen Leben betrifft, erkannten die Schüler schnell.

 

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