Ehemaliger Obdachloser zeigt Schülern die leidvollen Ecken Stuttgarts


Ehemaliger Obdachloser zeigt Schülern die leidvollen Ecken Stuttgarts

obdachlos in stuttgart
Eindrücke, die berühren: Ein ehemaliger Obdachloser erzählt von seinem Leben. 

Sie gehören ohnehin schon zu den Ärmsten, doch bei minus 15 Grad geht es Obdachlosen zweifelsohne noch schlechter. Wie sich das genau anfühlt, wollte die Berufsschulklasse W1KB1V zusammen mit ihrem Religionslehrer Michael Dorn genauer wissen. Hautnah kam die Gruppe bei einer alternativen Stadtführung in Stuttgart mit diesem oft verborgenen Leid in Berührung.

Der Stadtführer Thomas Schuler von der Straßenzeitung „Trott-war“ führte die Schüler vom Charlottenplatz zunächst zur Leonhardskirche, der sogenannten Vesperkirche, die von Mitte Januar bis 3. März geöffnet ist. Hier essen vorwiegend die Ärmsten der Armen. Wer wollte, konnte hier sein Mittagessen einnehmen.

Anschließend ging die Gruppe über zwei Stunden durch ein frostig kaltes Stuttgart. Wie müssen sich in dieser Zeit Obdachlose fühlen? Herr Schuler führte an zahlreichen Orten vorbei, die in einer offiziellen Stadtführung nie Beachtung finden, zum Beispiel Gegenden, wo früher gedealt wurde, ein Amt, wo Obdachlose eine Erstausstattung an Kleidern und Geld bekommen, ein Haus, in dem Heroinsüchtige Metadon erhalten. Am Ende saßen wir noch gemeinsam in der „Trott-war“-Zentrale, um uns über den gemeinnützigen Verein zu informieren. Die persönliche Geschichte von Herrn Schuler, wie er obdachlos wurde und wie er nach einer harten Alkoholentwöhnung durch die Hilfe von „Trott-war“ nach fünf Jahren wieder eine Wohnung bekam, war sehr bewegend.

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