Landrat eröffnet „Eine Welt“-Ausstellung

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Schulleiter Ulrich Lenk durfte Dr. Richard Sigel zu seinem Antrittsbesuch als Landrat in unserer Schule begrüßen. Der Landrat eröffnete die Ausstellung „Menschen in der Einen Welt“.

 

Mit eindringlichen Worten zur Flüchtlingspolitik würzte Dr. Richard Sigel seinen ersten Besuch als Landrat an unserer Kaufmännischen Schule Waiblingen, deren Träger der Landkreis ist: „Wir brauchen nicht nur eine Willkommenskultur, sondern auch eine Willkommensstruktur“, sagte er zu den Jugendlichen im Foyer der Schule und forderte „neue Rahmenbedingungen von der Bundespolitik, denn die Probleme nehmen zu“. „Ihr bestimmt mit, wenn ihr Klamotten kauft, wie es anderswo in der Welt zugeht“, sagte der 38-Jährige, die Vernetzung der Probleme der Welt sei bis in unsere Turnhallen, bis in Remstal spürbar. Gekommen war Sigel, um die Wanderausstellung „Menschen in der Einen Welt“ zu eröffnen. Zur Verfügung gestellt wird diese von der „Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg“ (SEZ).

 

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Auch die Spenden des Kuchenverkaufs an der Ausstellungseröffnung sind für einen guten Zweck gedacht: Sie gehen an Waisen in Burundi.

 

Die interaktiven Informationsstellwände beleuchten Themen wie Globalisierung, Entwicklungshilfe und Menschenrechte. Dass sie in der Kaufmännischen Schule mehr sind als bloß gedruckte Worte zeigte das Rahmenprogramm: Das Salier-Percussion-Ensemble trommelte, Schüler begrüßten die Anwesenden in mehreren Sprachen und der Global-Studies-Kurs von Lehrerin Sonja Weber führte in englischer Sprache vor, wie nah die Probleme der Welt sind. Ihre Gruppe setzte sich zwei Stunden mit Flüchtlingen aus Syrien, Gambia, Algerien, Mazedonien und Serbien zusammen, die an der KSWN die deutsche Sprache in einer „VABO-Klasse“ lernen. VABO steht für „Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen“; an der KSWN gibt es zwei solcher Sprachklassen für Flüchtlinge.

Die Schüler zeigten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der dortigen und der hiesigen Welt auf. So wird in Syrien morgens die Hymne abgesungen, in Gambia fährt der Schulbus alle in die Schule. Eine Gemeinsamkeit überraschte: Alle kennen Helene Fischer.

 

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VABO- und Global-Studies-Schüler tauschten sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Kulturen aus.

 

Die Schüler ließen sich aber nicht nur extra für die Ausstellung Engagement einfallen. Denisa Konnerth und Kevin Olbrich von der SMV präsentierten ein gutes halbes Dutzend Hilfsaktionen, die im Laufe des Schuljahres organisiert werden. Sei es die monatliche Unterstützung für ein kenianisches Waisenkind, Weihnachtskartons für osteuropäische Kinder oder zuletzt die Kleiderspenden für die 120 Flüchtlinge in der Sporthalle des Berufsschulzentrums. Selbst die Spenden für Kuchen und Obstspieße an der Eröffnung sollen dem Waisenhaus St. Joseph in Burundi zugutekommen. Lehrer Ulrich Knoll erläutert: „Wir setzen uns nur für Projekte ein, wo wir persönliche Kontakte haben, sodass das Geld sicher ankommt und wir das überprüfen können.“

Engagement, das auch „Hausherr“ Sigel nicht entgangen ist. Als vor ein paar Tagen ein Fernsehteam bei ihm für einen Beitrag über gelungenes Miteinander zwischen Flüchtlingen und Schule anfragte, empfahl er die Schule auf dem Ameisenbühl. „Unsere Schüler haben ein feines Gespür für benachteiligte Menschen“, freut sich natürlich auch Schulleiter Ulrich Lenk, „und sind in der Lage Impulse für eine gerechtere Welt zu setzen“. Diesem Altruismus fühlt sich die KSWN verpflichtet, weshalb die Ausstellung den Auftakt in das Schuljahr des 50-jährigen Bestehens macht. Im kommenden Juli feiert die Schule ein Fest mit einem Tag der offenen Tür.

 

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Dank an das Salier-Percussion-Ensemble für die hervorragende musikalische Begleitung der Eröffnung.

 

Doch sollten nicht nur die Probleme in der „Einen Welt“ im Fokus stehen, sondern auch die Möglichkeiten für junge Leute. Die Kaufmännische Schule Waiblingen verfügt über eigens geschulte „Schülerauslandsberater“. Schüler mit eigenen Auslandserfahrungen informieren Schüler, die im Ausland Neues erleben möchten. Rebecca Block hat die USA kennengelernt, Sven Swoboda Frankreich.

Zusammen mit einem Team von rund zehn Lehrern organisierte Nadine Wörner die Schau, die noch bis zum 15. November in der KSWN gastiert. Interessierte Schulen können sich über das Sekretariat der Schule (Telefon 07151 5003-100) anmelden und die Ausstellung während der Schulöffnungszeiten besuchen.

 

 

 

 

 

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