Goll will Waiblinger Schüler für die EU motivieren: „Die EU soll Spaß machen“


Goll will Waiblinger Schüler für
die EU motivieren:

„Die EU soll Spaß machen“

 

 lenk goll stotz  

Der Schulleiter der
Kaufmännischen Schule Waiblingen, Ulrich Lenk (links), freute sich über den
hochkarätigen Besuch am Berufschulzentrum: Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll
referierte und diskutierte mit Schülern über die EU. Rechts ist die Europa-Beauftragte
des Rems-Murr-Kreises, Irina Stotz.

 

 

Die
Europa-Beauftragte des Rems-Murr-Kreises, Irina Stotz, wollte zum Schluss der
Veranstaltung nochmals einen Motivationsimpuls an die Schüler gerichtet wissen
und Justizminister Ulrich Goll (FDP) tat ihr diesen Gefallen gerne, als er am
Montagvormittag in das vollbesetzte Foyer der Kaufmännischen Schule Waiblingen
kam, um über das Thema „Die EU und Du – Europarecht im Alltag“ zu referieren:
„Europa macht zunächst einmal Spaß, denn man kann sich zusehends vertrauter in
anderen Ländern bewegen und fremdelt weniger, da vieles gleich geregelt ist“,
sagte Goll, „auch wenn wir im Moment harte Zeiten durchmachen“.

 

 goll-diskussion  

Diskutierte mit Schülern
am Berufschulzentrum Waiblingen über die EU: Justizminister Ulrich Goll.

 

 

 

Anlass des Besuchs im
Beruflichen Schulzentrum Waiblingen war der Schulprojekttag, der bundesweit zum
vierten Mal stattfindet und an den Europatag am 9. Mai erinnern soll. Mehr als
250 Oberstufenschüler von Wirtschafts-, technischem und ernährungswissenschaftlichem
Gymnasium sowie Schüler der Wirtschaftsschule saßen dem Minister gegenüber, um
nicht nur seinen Vortrag zu hören, sondern auch mit ihm über die EU zu
diskutieren.

goll vor schuelern  
   

Goll eröffnete mit der
aktuellen Griechenland-Hilfe. „Was wir jetzt den Griechen geben, haben wir
doppelt und dreifach an ihnen verdient“, verwies Goll auf die
Exportabhängigkeit Deutschlands. Schnell war der Bogen auf eine Vielzahl
weiterer EU-Themen gespannt und die Schüler nutzten die Gelegenheit, kritisch
nachzufragen – von der Aufnahme weiterer Kandidaten bis hin zu einer Finanztransaktionssteuer.
Wie notwendig es ist, dass bekannte Politiker auf Werbetour für die Europäische
Union in Schulen gehen, war durchaus zu spüren: Eine Generation, die nichts anderes
kennt als ein friedliches Zusammenleben in Europa, begeistert sich nicht so
leicht für das, was für sie selbstverständlich ist.

Einen Seitenhieb auf den
Justizminister, der momentan wegen seines Waffenbesitzes in der Kritik steht,
konnten sich die Schüler dann doch nicht verkneifen: „Herr Goll, gibt es eine EU-weite
Regelung, was den Waffenbesitz anbelangt?“ konterte der Minister gelassen: „Da
habe ich keine Ahnung. Kriegswaffen werden im Völkerrecht geregelt.“

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