Erasmus-Schüler auf den Spuren der Einwanderer in Südfrankreich

So schön ist Europa, so schön die EU in Frankreich: Waiblinger Erasmus-Schüler besuchen die französische Erasmus-Partnerschule in Marignane. Die Stimmung unter den jungen Leuten ist so herrlich wie das Wetter hier bei einer Wanderung auf den Frioul-Inseln.

 

 

Nur sieben Wochen Zeit bleiben zwischen dem Erasmusbesuch im polnischen Kielce und dem Besuch des Lycee Maurice Genevoix im französischen Marignane, um sich im Rahmen des Global-Studies-Unterrichts weiter mit dem Thema Migration auseinanderzusetzen. Die Schüler/-innen erstellten jeweils ihren persönlichen Familienstammbaum, führten Straßeninterviews in Stuttgart zum Thema Migration und werteten diese in Form von Exceltabellen und -diagrammen aus. Durch die Erstellung einer digitalen Zeitleiste wurden außerdem die wichtigsten Ereignisse in Deutschland zwischen 1850 und heute erfasst, die die Ein- bzw. Auswanderung begünstigt haben könnten.

 

 

  

Hier wird gearbeitet – so dass es Spaß macht!

 

 

Mit diesen Arbeitsergebnissen im Gepäck machten sich 25 Schülerinnen und Schüler aus vier Ländern im Rahmen des von der EU finanziell geförderten Erasmusprojektes „On the Move“ auf den Weg zu ihren Partnern in der Provence, um die Ergebnisse zu vergleichen. Die Familienstammbäume der Schüler wurden im großen Saal der Schule ausgestellt. In verschiedenen Workshops wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie europäische Durchschnittswerte zu Fragen wie „Woher kommt ihre Familie (Sie selbst, Ihre Eltern und Ihre Großeltern)?“, „Aus welchem Land/Ländern stammt Ihre Familie?“, „Wann sind die ersten Ihrer Vorfahren in Deutschland angekommen?“ etc. in internationalen Teams erarbeitet und präsentiert. Auch die fünf nationalen Zeitleisten wurden zu einer Zeitleiste für jeweils eine genau festgelegte Zeitperiode verarbeitet. Die Migrationsbewegungen, die die Schüler/-innen festgestellt hatten, wurden zu einer gemeinsamen Migrationslandkarte verarbeitet.

 

 

  

Die Ergebnisse, wie hier die Stammbäume (links), werden von wohlwollenden Lehrerblicken begleitet.

 

 

Auch im Rahmenprogramm drehte sich vieles um das Thema Migration. Die Schüler/-innen erfuhren bei Besichtigungen der bei Touristen sehr beliebten Städte Marseille mit den vorgelagerten Frioul-Inseln, in Aix-en-Provence und Arles, dass diese Städte ihren heutigen Charme und ihre historischen Gebäude den Migrationsbewegungen der Römer, Griechen und germanischer Volksstämme zu verdanken haben. Dass auch Kultur „wandert“, wurde im Rahmen einer Show mit dem Namen „Such a long way“ klar, denn den von Alisa Metodieva gesungenen Song „Read all about it“ von Kelly Rida kannten alle Anwesenden und die SchülerInnen aller Länder beendeten den Abend mit Karaoke-Liedern aus verschiedenen Ländern und in verschiedenen Sprachen sowie den dazugehörigen Tänzen und es war beinahe nicht mehr zu erkennen, wer aus welchem Land stammt, da sich alle mit „Makarena“ oder „Gangnam Style“ bestens auskannten.

 

 

Hier wird geposed in Arles (links) und Marseille.

 

Bis zum nächsten Besuch in Waiblingen vom 14. – 20. Oktober 2019 bleibt nun etwas mehr Zeit. Untätig bleiben die Partnerschulen aber trotz großer Ferien nicht, denn es sollen Radiosendungen zu den Migrationsgründen in verschiedenen Zeitperioden erstellt werden.

 

 

…und hier wird getanzt und gesungen. 

 

 

Text und Bilder: Sonja Weber

 

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