Erasmus-Gruppe in Polen

Das „On the Move“-Gewinnerlogo.

 

 

Das neue Erasmus+ Projekt, bei dem SchülerInnen der Klasse 11 des WG beteiligt sind, ist in der Austauschphase angekommen. Nach einem Arbeitstreffen der beteiligten europäischen KollegInnen im letzten November in Waiblingen fand nun vom 28. Januar bis zum 04. Februar der erste der fünf SchülerInnenaustausche statt – Gastgeber war Kielce in Polen, genauer gesagt das VI Liceum Osolnoksztalcace, im. Juliusza Slowackiego w Kielcach.

Die Ankunft verlief etwas umständlich, da wegen starken Nebels das Flugzeug einen Schlenker nach Warschau machte und erst mit zwei Stunden Verspätung in Krakau landen konnte. Bis dann alle anderen Teilnehmer eingetroffen waren, dauerte es noch, aber am Abend waren dann alle 23 SchülerInnen und 9 LehrerInnen aus Nord-Spanien, Sizilien, Südfrankfreich und Waiblingen angekommen.

 

 

Lehrergruppenfoto.

 

 

Das Programm begann dann am Dienstag mit einem kurzen Rundgang durch Kielce („Kjel-ze“), der 200.000-Einwohner-Hauptstadt der Heiligkreuz-Region (Wojewodztwo Swietokrzyskie). Erster Höhepunkt war der Besuch beim Bürgermeister, Bogdan Wenta, der seit 2014 auch Mitglied des Europaparlaments ist und sich im Rahmen des European Parliament Comitee on Culture and Education (CULT) für internationale Austauschprogramme einsetzt.

Der Mittwoch stand dann im Rahmen des interkulturellen Arbeitens, bei dem zunächst ein Logo für das Projekt ausgewählt wurde, das im Vorfeld von SchülerInnen gestaltet worden war.

 

 

Kreative Logos überlegten sich die Schüler und Schülerinnen: Das Gewinnerlogo ist in der oberen Reihe, zweites von rechts.   

 

 

Nach einer energiereichen Musikperformance der Schülergruppe „Ecce Homo“ ging es zum nahegelegenen Kadzielnia Park, einer geologischen Reserve mit Kalkstein aus dem Devon-Zeitalter – hier wurden übrigens zahlreiche Western der ehemaligen DDR gedreht! Diesen Nachmittag verbrachten dann die SchülerInnen mit Eislaufen im nahegelegenen Skigebiet.

Donnerstag war Krakau-Tag! Die ehemalige Hauptstadt Polens an der Weichsel beeindruckte neben der von der UNESCO geschützten Altstadt mit dem Marktplatz und der Tuchhalle auch durch die Zeugnisse des jüdischen Lebens und seiner Verfolgung. Stationen waren unter anderem Reste der Mauer des jüdischen Ghettos zur Zeit der NS-Besatzung, die Apotheke „Unter dem Adler“ (Apteka Pod Orlem) von Tadeusz Pankiewicz – ein Treffpunkt für verfolgte Juden – sowie die Basilika der Heiligen Maria. Den Abschluss machte dann ein Rundgang vorbei an der Burg der Stadt (Zamek Krolewski na Waweu), der Universität und dem stadteigenen Drachen, dem Smok Wawelski.

 

Ausflug zur Burg von Krakau.

 

 

Tags darauf blieb die bunte Truppe in der direkten Umgebung der Gastgeberstadt und besuchte in Tokarnia das Bauernhausmuseum, das als Freigelände Nachbauten und Originale polnischer Häuser der letzten 500 Jahre vereint. Unter dem strahlenden aber kaltem Winterhimmel ging es dann nach auf eine Tour durch die Burg in Checiny (Zamek w Checinach).

Samstag: Schultag! Während die SchülerInnen in international-gemischten Gruppen mit digitaler Unterstützung Comics zum Thema Migration kreierten, planten die KollegInnen bereits das nächste Treffen in Südfrankreich im März in Marignane.

 

 

  

 

Hier wird gearbeitet: Erst im Computerraum, dann setzten sich die Lehrer schon zur Planung des Frankreich-Besuches zusammen.

 

 

Danach gab es noch ein Konzert der Lehrer-Schüler-Band „Shaking Organs“, die Präsentation der verschiedenen Schulen und einige, von den Schülern entworfene Escape Rooms.

Als letzter Programmtag wartete der Sonntag mit dem Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau auf die SchülerInnen und KollegInnen. Diese konnten sich in einer dreieinhalb-stündigen Führung einen Eindruck des gesamten Ablaufs und der Dimension des Holocaust machen, bevor es dann am Montag wieder per Rückflug nach Stuttgart ging.

 

Text und Bilder: Stefan Aust

 

 

 

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