Erasmus 2018-2020

Erasmus-Projekt 2018-2020 „On the move“

 

   

 

 

 

 

Gruppenbild vor herrschaftlicher Kulisse: Das Ludwigsburger Schloss bot unserer Erasmus-Gruppe nicht nur seine barocke Schönheit, sondern im dahinterliegenden Garten auch die Kürbis-Ausstellung mit „tierisch“ schönen Kürbis-Installationen. 

 

 

Wer sein Projekt „On the move“ nennt, setzt von Anfang an auf Bewegung: Zehn Kolleginnen und Kollegen aus den vier Partnerschulen aus Marignane (Frankreich), Paterno (Italien), Kilece (Polen) und Colindres (Spanien) sind nach Waiblingen an unsere Schule gekommen, um das von der EU-Kommission geförderte Erasmus-Projekt „On the move“ (in Bewegung) vorzubereiten. Die Projektteilnehmer lernten sich nun nach vielen digitalen Kontakten zum ersten Mal persönlich kennen.

 

  

Kennenlernen im digitalen Zeitalter: Endlich können sich die Erasmus-Lehrer einmal persönlich austauschen – Smartphone und Tablet sind immer dabei.

 

 

Zahlreiche Details für das Vorgehen während des Schuljahres 2018/19 mussten abgesprochen werden: von Terminplanungen für das Skype-Interview der Schüler am 22. November bis zu den Besuchen in Paterno vom 28.1. bis 4.2.2019 und Marignane 25. bis 31.3.2019 bis zur Aufstellung von Regeln für den Schutz der Privatsphäre und des Datenschutzes bis zur Festlegung von Programmen und Formaten, die im Rahmen des Projektes genutzt werden sollen.

 

       

So macht Kennenlernen auch Spaß: Bei Bierspezialitäten in der Brauerei Schönbuch und im Weinkeller des Lehrerkollegen und Hobbywengerters Ulrich Knoll. 

 

 

Abgerundet wurde das Arbeitsprogramm durch zwei Workshops: einer zur Nutzung der EU-Plattform Twinspace, auf der Schüler und Lehrer ihre Materialien austauschen sowie des Screecasting-Programms und des Programmes Socrative, das für Umfragen, Tests und Spiele verwendet werden kann. Darüber hinaus lernten die Gäste in Begleitung von vielen Kolleginnen und Kollegen der Kaufmännischen Schule die Umgebung und die schwäbische Küche kennen.

In den kommenden Monaten bis zum Besuch in Polen werden die Schüler beginnen für das Projekt zu arbeiten, indem sie Fragebögen bearbeiten, das Skype-Interview vorbereiten, Videos drehen und ein Logo für das Projekt entwerfen, so dass auch die Schüler nun in Bewegung kommen.

 

Beim ein oder anderen europäischen Lehrerkollegen steht sicher „ein Kärcher“ in der Garage: Jetzt durften sich die Gäste aus dem Ausland die Firmenzentrale des Weltkonzerns aus Winnenden angucken.

 

Text und Bilder: Sonja Weber

 

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Besuch in Polen:

 

Herzliches Willkommen in Polen: Der Bürgermeister von Kielce, Bogdan Wenta, begrüßt persönlich unsere Erasmus-Gruppe – hier mit Lehrerin Sonja Weber und Schülerin Katharina Bilek aus der 11/1. 

 

 

Unsere Erasmus-Gruppe besucht gerade das Teilnehmerland Polen. Live von dort berichtet unsere projektverantwortliche Lehrerin Sonja Weber:

Heute waren wir im Rahmen unseres Erasmus-Projekts beim Bürgermeister von Kielce, das liegt im Südosten von Polen, liegt rund 170 km südlich der Hauptstadt Warschau und hat rund 200.000 Einwohner. Bürgermeister Bogdan Wenta hat uns in seinen Amtssitz eingeladen. Er ist ein ehemaliger Handballprofi, der auch in der Bundesliga, in der spanischen Liga bei Barcelona und als polnischer Nationaltrainer gearbeitet hat, bevor er als Abgeordneter im EU-Parlament und schließlich letztes Jahr als Bürgermeister von Kielce in die Politik gewechselt hat. Er ist wirklich ein Politiker zum Anfassen, der voll hinter der EU steht. Er spricht in dem Video (http://kielce.naszemiasto.pl/artykul/bogdan-wenta-rozmawial-z-uczniami-w-trzech-jezykach,4973612,artgal,t,id,tm.html), das übrigens in den Lokalnachrichten gesendet wurde, spanisch, er kann aber auch sehr gut deutsch sprechen. Sein Sprachtalent kommt nicht von ungefähr, verbindet er damit doch, dass die Sprache Menschen verbinde, weil man dann nachfragen könne, warum jemand etwas macht und weil man dadurch von anderen lernen könne. Auch Misserfolge seien wichtig, weil man durch einen Perspektivwechsel etwas lernen könne, was einem eventuell zum eigenen Erfolg verhelfe. Das fanden auch unsere Schüler Katharina Bilek, Dennis König, Louis Riestra und Moritz Müller, alle 11/1, eine interessante Botschaft.

 

Der Empfang unserer Erasmus-Gruppe beim Bürgermeister von Kielce im Lokalfernsehen.

 

Text und Bilder: Sonja Weber

 

 

Das „On the Move“-Gewinnerlogo.

 

 

Das neue Erasmus+ Projekt, bei dem SchülerInnen der Klasse 11 des WG beteiligt sind, ist in der Austauschphase angekommen. Nach einem Arbeitstreffen der beteiligten europäischen KollegInnen im letzten November in Waiblingen fand nun vom 28. Januar bis zum 04. Februar der erste der fünf SchülerInnenaustausche statt – Gastgeber war Kielce in Polen, genauer gesagt das VI Liceum Osolnoksztalcace, im. Juliusza Slowackiego w Kielcach.

Die Ankunft verlief etwas umständlich, da wegen starken Nebels das Flugzeug einen Schlenker nach Warschau machte und erst mit zwei Stunden Verspätung in Krakau landen konnte. Bis dann alle anderen Teilnehmer eingetroffen waren, dauerte es noch, aber am Abend waren dann alle 23 SchülerInnen und 9 LehrerInnen aus Nord-Spanien, Sizilien, Südfrankfreich und Waiblingen angekommen.

 

 

Lehrergruppenfoto.

 

 

Das Programm begann dann am Dienstag mit einem kurzen Rundgang durch Kielce („Kjel-ze“), der 200.000-Einwohner-Hauptstadt der Heiligkreuz-Region (Wojewodztwo Swietokrzyskie). Erster Höhepunkt war der Besuch beim Bürgermeister, Bogdan Wenta, der seit 2014 auch Mitglied des Europaparlaments ist und sich im Rahmen des European Parliament Comitee on Culture and Education (CULT) für internationale Austauschprogramme einsetzt.

Der Mittwoch stand dann im Rahmen des interkulturellen Arbeitens, bei dem zunächst ein Logo für das Projekt ausgewählt wurde, das im Vorfeld von SchülerInnen gestaltet worden war.

 

 

Kreative Logos überlegten sich die Schüler und Schülerinnen: Das Gewinnerlogo ist in der oberen Reihe, zweites von rechts.   

 

 

Nach einer energiereichen Musikperformance der Schülergruppe „Ecce Homo“ ging es zum nahegelegenen Kadzielnia Park, einer geologischen Reserve mit Kalkstein aus dem Devon-Zeitalter – hier wurden übrigens zahlreiche Western der ehemaligen DDR gedreht! Diesen Nachmittag verbrachten dann die SchülerInnen mit Eislaufen im nahegelegenen Skigebiet.

Donnerstag war Krakau-Tag! Die ehemalige Hauptstadt Polens an der Weichsel beeindruckte neben der von der UNESCO geschützten Altstadt mit dem Marktplatz und der Tuchhalle auch durch die Zeugnisse des jüdischen Lebens und seiner Verfolgung. Stationen waren unter anderem Reste der Mauer des jüdischen Ghettos zur Zeit der NS-Besatzung, die Apotheke „Unter dem Adler“ (Apteka Pod Orlem) von Tadeusz Pankiewicz – ein Treffpunkt für verfolgte Juden – sowie die Basilika der Heiligen Maria. Den Abschluss machte dann ein Rundgang vorbei an der Burg der Stadt (Zamek Krolewski na Waweu), der Universität und dem stadteigenen Drachen, dem Smok Wawelski.

 

Ausflug zur Burg von Krakau.

 

 

Tags darauf blieb die bunte Truppe in der direkten Umgebung der Gastgeberstadt und besuchte in Tokarnia das Bauernhausmuseum, das als Freigelände Nachbauten und Originale polnischer Häuser der letzten 500 Jahre vereint. Unter dem strahlenden aber kaltem Winterhimmel ging es dann nach auf eine Tour durch die Burg in Checiny (Zamek w Checinach).

Samstag: Schultag! Während die SchülerInnen in international-gemischten Gruppen mit digitaler Unterstützung Comics zum Thema Migration kreierten, planten die KollegInnen bereits das nächste Treffen in Südfrankreich im März in Marignane.

 

 

  

 

Hier wird gearbeitet: Erst im Computerraum, dann setzten sich die Lehrer schon zur Planung des Frankreich-Besuches zusammen.

 

 

Danach gab es noch ein Konzert der Lehrer-Schüler-Band „Shaking Organs“, die Präsentation der verschiedenen Schulen und einige, von den Schülern entworfene Escape Rooms.

Als letzter Programmtag wartete der Sonntag mit dem Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau auf die SchülerInnen und KollegInnen. Diese konnten sich in einer dreieinhalb-stündigen Führung einen Eindruck des gesamten Ablaufs und der Dimension des Holocaust machen, bevor es dann am Montag wieder per Rückflug nach Stuttgart ging.

 

Text und Bilder: Stefan Aust

 


 

Besuch in Frankreich:

 

 

So schön ist Europa, so schön die EU in Frankreich: Waiblinger Erasmus-Schüler besuchen die französische Erasmus-Partnerschule in Marignane. Die Stimmung unter den jungen Leuten ist so herrlich wie das Wetter. 

 

 

Nur sieben Wochen Zeit bleiben zwischen dem Erasmusbesuch im polnischen Kielce und dem Besuch des Lycee Maurice Genevoix im französischen Marignane, um sich im Rahmen des Global-Studies-Unterrichts weiter mit dem Thema Migration auseinanderzusetzen. Die Schüler/-innen erstellten jeweils ihren persönlichen Familienstammbaum, führten Straßeninterviews in Stuttgart zum Thema Migration und werteten diese in Form von Exceltabellen und -diagrammen aus. Durch die Erstellung einer digitalen Zeitleiste wurden außerdem die wichtigsten Ereignisse in Deutschland zwischen 1850 und heute erfasst, die die Ein- bzw. Auswanderung begünstigt haben könnten.

 

 

  

Hier wird gearbeitet – so dass es Spaß macht!

 

 

Mit diesen Arbeitsergebnissen im Gepäck machten sich 25 Schülerinnen und Schüler aus vier Ländern im Rahmen des von der EU finanziell geförderten Erasmusprojektes „On the Move“ auf den Weg zu ihren Partnern in der Provence, um die Ergebnisse zu vergleichen. Die Familienstammbäume der Schüler wurden im großen Saal der Schule ausgestellt. In verschiedenen Workshops wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie europäische Durchschnittswerte zu Fragen wie „Woher kommt ihre Familie (Sie selbst, Ihre Eltern und Ihre Großeltern)?“, „Aus welchem Land/Ländern stammt Ihre Familie?“, „Wann sind die ersten Ihrer Vorfahren in Deutschland angekommen?“ etc. in internationalen Teams erarbeitet und präsentiert. Auch die fünf nationalen Zeitleisten wurden zu einer Zeitleiste für jeweils eine genau festgelegte Zeitperiode verarbeitet. Die Migrationsbewegungen, die die Schüler/-innen festgestellt hatten, wurden zu einer gemeinsamen Migrationslandkarte verarbeitet.

 

 

  

Die Ergebnisse, wie hier die Familienstammbäume von Schülern (links), werden von wohlwollenden Lehrerblicken begleitet.

 

 

Auch im Rahmenprogramm drehte sich vieles um das Thema Migration. Die Schüler/-innen erfuhren bei Besichtigungen der bei Touristen sehr beliebten Städte Marseille mit den vorgelagerten Frioul-Inseln, in Aix-en-Provence und Arles, dass diese Städte ihren heutigen Charme und ihre historischen Gebäude den Migrationsbewegungen der Römer, Griechen und germanischer Volksstämme zu verdanken haben. Dass auch Kultur „wandert“, wurde im Rahmen einer Show mit dem Namen „Such a long way“ klar, denn den von Alisa Metodieva gesungenen Song „Read all about it“ von Kelly Rida kannten alle Anwesenden und die SchülerInnen aller Länder beendeten den Abend mit Karaoke-Liedern aus verschiedenen Ländern und in verschiedenen Sprachen sowie den dazugehörigen Tänzen und es war beinahe nicht mehr zu erkennen, wer aus welchem Land stammt, da sich alle mit „Makarena“ oder „Gangnam Style“ bestens auskannten.

 

 

Hier wird geposed in Arles (links) und Marseille.

 

Bis zum nächsten Besuch in Waiblingen vom 14. – 20. Oktober 2019 bleibt nun etwas mehr Zeit. Untätig bleiben die Partnerschulen aber trotz großer Ferien nicht, denn es sollen Radiosendungen zu den Migrationsgründen in verschiedenen Zeitperioden erstellt werden.

 

 

…und hier wird getanzt und gesungen. 

 

 

Text und Bilder: Sonja Weber

 


 

 

 

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