Ein Schüler unserer DKMS-Aktion durfte tatsächlich spenden – und vielleicht ein Leben retten

Hier spendet Yannis in der Entnahmeklinik seine Stammzellen für einen Krebspatienten, dem er damit vielleicht dessen Leben retten kann. 

 

 

Über 1.200 Schüler des Beruflichen Schulzentrums Waiblingen kamen zur Infoveranstaltung der „Deutschen Knochenmarkspenderdatei“ (DKMS) im Februar, 534 ließen sich damals als potenzielle Spender registrieren, aber nur einer landete bisher einen Volltreffer: Yannis, Abiturient am Wirtschaftsgymnasium, erhielt nämlich als Einziger nach rund drei Wochen eine SMS. „Ich war sehr überrascht, per SMS zu erfahren, dass ich einem Menschen das Leben retten kann“, erzählt er, „aber mir war sofort klar, dass ich das auf jeden Fall mache“.

Es folgten Untersuchungen beim Hausarzt und in der Entnahmeklinik um sicher zu gehen, dass die Stammzellen des 19-Jährigen tatsächlich für den Blutkrebspatienten passend sind. Die Speichelprobe von der Registrierung reicht dazu nicht. Eine Woche vor der Stammzellenentnahme musste Yannis sich sogar selbst Injektionen mittels Spritze verpassen, um die Stammzellenproduktion anzuregen. Die eigentliche Entnahme der Stammzellen geriet zwar mit drei Stunden kürzer als die angekündigten fünf, aber danach „hatte ich schon zwei Tage lang schlimme Rücken- und Kopfschmerzen und brauchte Schmerztabletten. Im Vergleich zu dem, was der Spendenempfänger durchlebe, sei das aber nicht der Rede wert, sagt Yannis

Aber die Schmerzen haben sich bis jetzt gelohnt. „Ich habe noch nichts gehört“, sagt Yannis. Und das ist in diesem Fall eine gute Nachricht, weil dann wohl die Behandlung angeschlagen hat und der Patient lebt. Nach zwei Jahren wäre es für den Empfänger von Yannis´ Stammzellen und ihn möglich, sich – bei beiderseitigem Einverständnis – zu kontaktieren. Dem Volltreffer unserer dritten Registrierungsaktion wäre das aber gar nicht so recht: „Ich möchte nicht, dass beim Empfänger Dankbarkeitsgefühle entstehen“, sagt er, „mir reicht ein Brief, ob es ihm nun gut geht“. Was er inzwischen weiß ist, dass es sich um einen Mann mittleren Alters aus Deutschland handelt. Es hätte aber auch ein Patient irgendwo auf der Welt sein können, denn die Datenbank der DKMS ist international.

Was mit dem Klingelton einer SMS begann, endete auch mit einem Klingeln. Diesmal mit dem des Paketboten an der Tür: „Die DKMS hat mich vor Kurzem mit einem riesigen Feinkostkorb überrascht, der von einem, die DKMS unterstützenden, Feinkostunternehmen gesponsert wurde“, strahlt der 19-Jährige. „Darüber habe ich mich sehr gefreut, aber wichtiger war es mir, dass ich so einfach hoffentlich ein Leben retten konnte.“ Die Unterstützung durch die DKMS sei zu jedem Zeitpunkt der ganzen Prozedur sehr groß gewesen. Lakonisch fügt der sympathische Junge hinzu: „Wer an Karma glaubt, macht´s direkt – irgendwas kommt immer zurück!“

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