Dritte DKMS-Aktion knackt 1000er-Marke am Schulzentrum

Dreimal in der Backe rühren – fertig ist die Typisierung. Für Lara Ehrmann war schon vor der Infoveranstaltung klar, dass sie helfen will.

 

 

„534 Typisierungen – das war ein Mega-Erfolg!“, freut sich SMV-Lehrer Michael Bähr von der Kaufmännischen Schule Waiblingen. Nach 2011 und 2014 war dies die dritte Aktion der Schule für die „Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ (DKMS). Dass es die mit Abstand erfolgreichste war, lag an der Idee der Schülerin und SMV-Projektleiterin Annamaria Iozzi Terren, diesmal alle drei Schulen des Zentrums zu beteiligen, also rund 1.200 Vollzeitschüler der kaufmännischen, gewerblichen und Maria-Merian-Schule. Andrea Autenrieth von der DKMS freute sich jedenfalls über den Erfolg: „Wir haben nun insgesamt die Marke von 1.000 Registrierungen geknackt.“

 

Nach der Speichelprobe müssen Stäbchen und Formular nur noch abgegeben werden. Hier bedient Schülersprecherin Shania Siemer.

 

Noch erfreulicher ist aber, dass von den bisher 563 Registrierten „sechs tatsächlich Stammzellen gespendet und so sechs Blutkrebspatienten die zweite Chance auf Leben geschenkt haben“, so die Tübinger DKMS-Mitarbeiterin. Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Die Veranstaltung im Waiblinger Berufsschulzentrum war eine von jährlich rund 400 im ganzen Bundesgebiet.

Um die Veranstaltung von Schülern organisatorisch stemmen zu können, sollten statt der rund 4.000 Schüler des Zentrums nur die Vollzeitschüler und nicht auch noch die Berufsschüler teilnehmen. Die Schüler wurden zunächst über die Schwierigkeit, einen „genetischen Zwilling“ zu finden, um helfen zu können, und über den Ablauf einer Typisierung informiert. Besonders eindrücklich war der Bericht von Britta Schilhanek, einer Stammzellspenderin aus Fellbach, die aus eigener Erfahrung vermitteln konnte, was Stammzellspende bedeutet. Danach fanden die freiwilligen Registrierungen für die Datenbank statt: Formular ausfüllen, mit drei Wattestäbchen im Mund eine Speichelprobe abgeben, zusammen mit einem Formular eintüten und abgeben – fertig. Die SMV hatte 40 Stationen mit 55 Helfern eingerichtet, um den Ansturm zu bewältigen. Annamaria Iozzi Terren: „Ganz toll, dass so viele mitmachen.“

 

Drei Infoveranstaltungen mit jeweils rund 500 Schülerinnen und Schüler fanden zunächst statt, bevor sich Freiwillige für die DKMS registrieren lassen konnten.

 

Die 17-jährige Lara Ehrmann vom Wirtschaftsgymnasium wusste schon vor der Infoveranstaltung, dass sie sich registrieren lassen will, auch wenn ihr Blut erst ab ihrem 18. Geburtstag in der 7,5 Millionen Spender starken Datei der DKMS freigeschaltet werden wird. „Mein Vater hatte sich auch einmal registrieren lassen und wurde tatsächlich für eine Stammzellenspende angeschrieben“, erzählt die Schülerin, „auch wenn er bei der Spende doch Schmerzen hatte, lasse ich mich nicht davon abschrecken, wenn ich vielleicht ein Leben retten kann“. So sieht das auch Lara Keller aus dem Berufskolleg der Kaufmännischen Schule: „Ich hätte auch gerne, dass mir andere helfen“. Übrigens gab es auch noch Geldspenden von rund 240 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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