Deutsch-Abitur am Berufsschulzentrum: Keine Lust auf Herbstgedichte im Frühling

 

Anders als in den Vorjahren findet an den Beruflichen Gymnasien das Deutschabitur in diesem Jahr nicht als erste Prüfung statt, sondern als letzte. Am Dienstag durften die Schüler nun den Schlusspunkt unter ihr Abitur setzen: 163 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 244 Abiturienten des „Ernährungswissenschaftlichen und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums“ (EG/SGG), des Technischen Gymnasiums und des Wirtschaftsgymnasiums durften den vermeintlich letzten Aufsatz ihres Schülerlebens schreiben. Zeit bekamen sie dafür genug: 330 Minuten, von 8 bis 13.30 Uhr rauchten Köpfe und Stifte.

Favorit an allen drei Waiblinger Beruflichen Gym­nasien war in diesem Jahr die Auseinandersetzung mit den Lektüren „Homo faber“ von Max Frisch und „Dantons Tod“ von Georg Büchner. 53 Schüler wollten sich über das Selbstbild des Technokraten und des Revolutionärs auslassen. Auf Platz zwei folgte 47-mal das Essaythema „Die Macht der Sprache“; gefolgt von der Texterörterung (35-mal). Diese war ein Loblied auf die Faulheit und fragte danach, warum wir uns so abmühen, statt das Leben zu genießen. Vielleicht lag es an der Jahreszeit der Gedichte, denn nur zwei am WG, drei am EG/SSG und vier am TG hatten Lust, sich nun im Frühling über Metaphorik, Metrum und Botschaft der vorgelegten Herbstlyrik Gedanken zu machen.

 

 

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