Die Besuche für unser Comenius-Projekt


Unser Comenius-Projekt:
 

Wir besuchten Schweden, Ungarn,

La Réunion, Belgien

und waren Gastgeber in Waiblingen

Abschlussbesuch in Belgien vom 6. bis 13. Mai 2012 

parlamentarium

Endlich EU-Parlamentarier – auch wenn es nur eine täuschend echte Simulation im „Parlamentarium“ ist, dem Besucherzentrum der EU in Brüssel. Die Comenius-Schüler konnten diese Möglichkeit ganz hautnah ausprobieren. 


 

Nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit zwischen der Türr István Gazdasági Szakközépiskola, Ungarn, dem St. Bernarduscollege, Belgien, dem Lycée Jean Hinglo, La Réunion (France), dem Umea Internationella Gymnasium, Schweden und der Kaufmännischen Schule in Waiblingen wurde beim abschließenden Besuch in Belgien Abschied gefeiert.

Die Woche in Oudenaarde, im flandrischen Teil Belgiens, war gespickt mit einem abwechslungsreichen Programm in dem trotz intensiver Arbeit auch die Unterhaltung nicht zu kurz kam. Entsprechend dem  Motto unseres Comeniusprojekts „Equilibrium – wir bauen eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ begaben sich die Teilnehmer auf eine Reise in die Vergangenheit.  Die Schüler aus den 5 Ländern spielten die Schlacht von Oudenaarde von 1708 in einem sportlichen Wettkampf nach. Heute wie damals gewann Österreich, nur bestand das österreichische Team heute aus Schülern aus 5 Ländern unter der Führung des schwedischen „Königs“ Svante. Auch der Besuch eines englischen und eines deutschen Soldatenfriedhofs aus dem 1. Weltkrieg führte die Schüler zurück in die europäische Geschichte. Die Gegenwart Europas erlebten die Schüler bei Besuchen in den Städten Gent, Brügge und vor allem bei der Besichtigung des Parlamentariums, dem neuen Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel. In den Debatten, für die die Schüler im Rahmen des Global Studies Unterrichts recherchiert hatten, wurde über europäische Werte der Gegenwart und der Zukunft debattiert. Besteht in Europa schon Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, sollte in den Schulen mehr Freiheit herrschen, sollten wir immer frische Lebensmittel zubereiten, sollte soziales Engagement belohnt werden und schließlich wollen wir die Vereinigten Staaten von Europa, darüber wurde auf Englisch engagiert debattiert. Wie unterschiedlich die Kulturen in den 5 beteiligten Ländern ist, konnte man bei verschiedenen Tanz- und Gesangeseinlagen beim Abschlussessen in der Schule sehen. Dass Europa dennoch eine gemeinsame Zukunft hat, war an der guten Stimmung während der Woche und an dem tränenreichen Abschied bei der Abreise deutlich zu spüren. So bleiben neben dem Eindruck über die zwei Jahre, die das Comeniusprojekt gedauert hat, viel gearbeitet zu haben vor allem auch Freundschaften und Verabredungen für weitere Treffen in den Ferien, sowohl zwischen Schülern als auch zwischen Lehrerkollegen.

 


Wir sind Comenius-Gastgeber vom 10. bis 17. Februar 2012

comenius-besuch in wn
Das gemeinsame Kochen machte Spaß unseren Comenius-Teilnehmern großen Spaß – und schmeckte: Ruth Wagner-Jung von der Waiblinger Familienbildungsstätte lüftete viele ihre Kochgeheimnisse aus der schwäbischen Spezialitätenküche. 

 

Unsere Schule hat ihr erstes Comenius-Projekt erlebt: Rund vierzig Schüler und Lehrer aus Belgien, La Réunion (Frankreich), Schweden und Ungarn besuchten unsere Schule. Im Rahmen dieses EU-Bildungsprojektes mit dem Titel „Equilibrium: Wir bauen eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ lernten die internationalen Gäste viel über „Essen und Trinken in Deutschland“.

In Kooperation mit der Familienbildungsstätte Waiblingen konnte ein „Streifzug durch die Schwäbische Küche“ angeboten werden – und zwar ganz praktisch. Selbstgekocht wurden Spätzle in verschiedenen Varianten, Gaisburger Marsch, Maultaschen, Kartoffelsalat, Schwäbischer Zopf, Fasnetsküchle und auch der Träubleskuchen durfte nicht fehlen. Außerdem wurde die Bäckerei Schöllkopf in Waiblingen besucht, wo hautnah das Bäckerhandwerk miterlebt werden durfte. Hier durfte die typisch deutsche Brezel-Spezialität selbst geformt werden – danke fürs Reinschnuppern! Die Firma Kaiser schenkte unserer Gruppe einen großen Karton voller Bonbons – danke!

Das Kochwissen aller Gäste wurde in einem gemeinsamen Kochbuch zusammengestellt, das es exklusiv nur für die Comenius-Teilnehmer als persönliches Exemplar geben wird. Zum Abschluss der Besuchswoche gab es ein großes Essen in unserer neuen Mensa mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm. Neben den vielen Erlebnissen rund um das Thema Essen besuchten die ausländischen Schüler und Lehrer auch den Unterricht verschiedener Klassen an unserer Schule, um einen Einblick in Unterricht, Schulsystem und Schulleben zu bekommen. 


Besuch in La Réunion vom 17. bis 26. November 2011: Vulkane, Exotik und Manieren

comenius in reunion

Alle am Comenius-Projekt beteiligten Schüler aus fünf Ländern in der Kaldera des noch aktiven Vulkans Piton de la Fournaise.

 

Am Tag unserer Ankunft wurden wir von einem  freundlichen, ortskundigen Herrn durch Le Port geführt, die Stadt, in der sich auch das Lycee Jean Hinglo befindet, die Schule unserer Austauschschüler.

Diese Führung war zwar hartes Brot für die müden Gemüter aller, die erst am selben Tag auf der Insel angekommen waren, aber durchaus informativ.

In den darauf folgenden Tagen besuchten wir den Markt von St. Paul, wanderten durch wunderschöne Berglandschaften, erklommen einen noch aktiven Vulkan, feierten ein ausgelassenes Grillfest an der Strandpromenade von Le Port und besuchten die wenigen Strände der Insel, an denen man baden konnte, ohne dabei von Haien verspeist zu werden.

Auf dem Markt von St. Paul gab es neben den exotischsten Früchten und anderen Lebensmitteln auch schöne Souvenirs zu fairen Preisen zu erstehen.

Exotische Früchte und Gerichte gab es auch an dem von unseren Gastfamilien organisierten Grillabend in Meeresnähe. Eine kreolische Live-Band sorgte für Stimmung und brachte zum Schluss auch jede noch so steife Europäerhüfte zum Wackeln.

Die Wanderung auf den Dos d`Âne und die Tour auf das Plateau des Vulkans Piton de la Fournaise, der immer noch aktiv ist, sorgten zwar für hohe Anstrengungen und Muskelkater, boten jedoch unglaublich schöne Aussichten und Eindrücke, die keiner der Beteiligten so schnell vergessen wird.

Da der Besuch auf La Réunion im Rahmen eines von der EU finanzierten Comenius-Projektes stattfand, verbrachten wir allerdings auch zwei Tage in der Schule unserer Partner. Zusammen mit Schülern aus Belgien, Schweden und Ungarn drehten wir in intensiver Gruppenarbeit mehrere ansehnliche Filme über die Manieren zwischen Lehrern und Schülern im Jahre 2050. Die entstandenen Film lassen sich übrigens direkt auf unserer Homepage anschauen: Rubrik „Schulprofil“ >  „Comenius.“ Im Rahmen dieser Gruppenarbeit fand ein reger Austausch der Kulturen statt.

Als sich der Aufenthalt seinem Ende zuneigte, war wahrscheinlich keiner der Beteiligten froh darüber, wieder nach Hause zu fliegen und somit wieder den Alltagstrott aufzunehmen. Da aber bekanntlich alles ein Ende hat, mussten wir schweren Herzens Abschied nehmen und wieder in die Flugzeuge Richtung Winter einsteigen. Dabei flossen auch Abschiedstränen, die jedoch über lächelnde Wangen flossen, da im Februar ja schon das nächste Treffen ansteht. Und dann sind wir die Gastgeber. (Ein Reisebericht von Ismael Kleinheins)


 

Besuch in Ungarn vom 20. bis 27. Mai 2011:

Wir sind (Comenius)Helden: van Eyck, Garriga, Stauffenberg

comenius in ungarn

Mit Comenius nach Ungarn: Schüler der WG-Klasse 11/1 „erklimmen“ das Türr-Istvan-Denkmal in Baja.
 

Nach Beendigung des zweiten Teils des Comenius-Projekts „Equilibrium – Wir bauen eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ , der sich mit dem Thema „Helden“ befasste, machten sich zehn Schülerinnen und Schüler der Klasse 11/1 zusammen mit ihrer Global-Studies-Lehrerin Sonja Weber auf den Weg nach Baja, der ungarischen Partnerschaft Waiblingens. 

Vom 20. – 27. Mai wurden die Schüler bei ihren Gastfamilien alle sehr freundlich aufgenommen und rundum gut versorgt. Beim gemeinsamen Programm lernten sich die insgesamt knapp 50 Schüler aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Schweden und Ungarn besser kennen. Sie besichtigten Pécs, das ist Ungarns fünftgrößte Stadt, traten in gemischten Gruppen in zwei Drachenbooten bei einem kleinen Rennen gegeneinander an und lernten zusammen im Unterricht Ungarisch.

Bei der Präsentation der Helden, die sich in einem vorab durchgeführten Quiz als die am unbekanntesten herausgestellt hatten, lernten sie die Kultur der Partnerschule näher kennen. Die deutschen Schüler stellten z.B. den belgischen Maler Jan van Eyck vor, während die schwedischen Schüler den französischen Sklavenbefreier Sarda Garriga präsentierten und die belgischen Schüler den deutschen Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg beschrieben. Am Abschlussfest stand jedoch die ungarische Kultur mit einigen gemeinsam getanzten Volkstänzen im Mittelpunkt. Zum Abschluss der Fahrt hatten die Schüler auch noch die Gelegenheit zu einer Stippvisite in Budapest.


 

Besuch in Schweden vom 24. Februar bis 3. März 2011: Rentierfleisch und Märchen

comenius in schweden

Interkulturelle Verständigung über Märchen – das funktioniert und ist unterhaltsam.

 

Vom 24. Februar bis 3. März 2011 trafen sich 28 Schülerinnen und Schüler aus vier Ländern mit ihren schwedischen Partnern in Umea, einer Stadt ca. 800 km nördlich von Stockholm. Die belgischen, deutschen, französischen, schwedischen und ungarischen Schüler und Schülerinnen hatten seit November 2010 im Rahmen eines Comenius-Projektes je ein typisches Märchen aus ihrem Land zusammengefasst und die Zusammenfassung auf Englisch übersetzt. So bereiteten die Schüler der Klasse 11/1 im Deutschunterricht das Märchen „Die drei Männlein im Walde“ von den Brüdern Grimm auf und verfassten im Global-Studies-Unterricht eine englische Übersetzung. Anhand dieser Materialien mussten die Partnerschulen die Märchen der anderen Länder verfilmen. Über die Internetplattform eTwinning konnten die Verfilmungen der Partnerschulen bereits im Vorfeld des Besuchs bestaunt werden. Das Treffen in Umea bildete dann den Abschluss dieses Projektteils an dem acht Schülerinnen und Schüler der Klasse 11/1 sowie die Deutschlehrerin Frau Kaufmann und die Global Studies Lehrerin Frau Weber teilnahmen.

Nach einem Kennenlernspiel besuchten die Schüler den Unterricht in der schwedischen Schule sowie die Stadt Umea. Auch die sportlichen Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Da die Stadt noch tief verschneit war und die Temperaturen zwischen -10 und 0 Grad lagen, stand Ski fahren auf dem Programm. Aber auch Beachvolleyball und Bowling in der Halle machten großen Spaß. Der schauspielerische Höhepunkt war die Live-Präsentation des Märchen eines Landes. Kulinarisch wurde bestens für alle gesorgt. Zu Beginn des Besuchs gab es ein internationales Buffet mit Spezialitäten aus allen Partnerländern. So befanden sich z.B. neben Maultaschen und Saitenwürstchen aus Deutschland, leckere Salamisorten und Pasteten aus Ungarn und Pralinen aus Belgien. Die gastgebenden Schweden verabschiedeten die Partner am letzten Abend mit einem schwedischen Buffet mit Krabben, Lachs, Rentierfleisch und Zimtschnecken. Alle waren von der Gastfreundlichkeit der schwedischen Schule sowie der Gastfamilien total beeindruckt.

Insgesamt war es also definitiv ein märchenhafter Aufenthalt bei dem sich viele neue Freundschaften bildeten und sozusagen Europa wirklich gelebt wurde.

Nun freuen sich alle auf den nächsten Teil des Comenius-Projekts, der sich mit nationalen Helden befasst und im Mai 2011 mit einem Besuch in der Waiblinger Partnerstadt Baja endet.


 

Das erste Kennenlernen im Januar 2010: Gemeinsamer Comenius-Antrag

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Unsere Kollegin Sonja Weber (links) feilt mit den Kollegen aus Schweden, Frankreich, Ungarn und Belgien am Comenius-Antrag.

 

Kolleginnen und Kollegen aus fünf europäischen Ländern trafen sich im Januar 2010 an unserer Schule, um einen Antrag auf Gelder von der Europäischen Union im Rahmen des pädagogischen Austauschprogramms Comenius “Lebenslanges Lernen” auszuarbeiten.

Die grobe Idee stand schon nach einem Workshop in Bonn im November 2009. Untersucht werden sollte dort, wie sich die Kulturen in den beteiligten Ländern im Laufe der Zeit verändert haben und welche gemeinsamen Werten sich feststellen lassen. Nun reisten die Kollegen aus dem Ausland an: aus La Réunion/ Frankreich, Belgien, Ungarn und Schweden, um den knapp 40-seitigen Antrag für eine multilaterale Schulpartnerschaft zum Projekt „Equilibrium: wir bauen eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ ge-meinsam zu formulieren und sich besser kennen zu lernen.

Sollte der Antrag von der EU genehmigt werden, führt das WG Waiblingen in den Jahren 2010 bis 2012 dieses Projekt fächerübergreifend in den Fächern Global Studies, Deutsch, Geschichte / Gemeinschaftskunde und Religion/Ethik in der Eingangsklasse durch.


 

Kaufmännische Schule Waiblingen
Steinbeisstraße 4
71332 Waiblingen

Telefon: 07151/5003-100
Telefax: 07151/5003-125
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