Comenius-Reisebericht aus La Réunion: Vulkane, Exotik und Manieren


Comenius-Reisebericht aus La Réunion: Vulkane, Exotik und Manieren

reunion weltkulturerbe

Tanja Schuster und Ismael Kleinheins auf der Wanderung am Dos d`Âne mit Blick auf das Gebiet Mafate, das seit 2010 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. (Bilder: Sonja Weber)

Nach einer fast 30-stündigen Reise, auf der wir eine Strecke von ca. 10 000 km zurücklegten und bei einem etwas längeren Zwischenstopp in Paris – die kulturellen Highlights der Stadt im Schnelldurchlauf besichtigten – kamen wir, zwar nicht mehr ganz so frisch, aber dennoch mit bester Laune auf der karibisch anmutenden Insel La Reunion an. La Réunion gehört zwar zu Frankreich, liegt aber im Indischen Ozean in der Nähe von Madagaskar und Mauritius.

Die nächsten neun Tage wird uns dieses kleine Paradies seinen ganzen Charme und auch seine Eigenarten zeigen.

Die lässige Mentalität der Inselbewohner, welche aus den verschiedensten Teilen der Erde stammen, sich aber trotzdem als Reunionaisen sehen, ist für den durchschnittlichen Mitteleuropäer manchmal schwer zu durchschauen, kann aber durchaus ansteckend sein und zeigen, dass nicht immer alles so durchorganisiert sein muss wie anderswo, um schlussendlich doch zu einem Ergebnis zu führen.

gruppenbild auf dem vulkan

Alle am Comenius-Projekt beteiligten Schüler aus fünf Ländern in der Kaldera des noch aktiven Vulkans Piton de la Fournaise.

Am Tag unserer Ankunft wurden wir von einem  freundlichen, ortskundigen Herrn durch Le Port geführt, die Stadt, in der sich auch das Lycee Jean Hinglo befindet, die Schule unserer Austauschschüler.

Diese Führung war zwar hartes Brot für die müden Gemüter aller, die erst am selben Tag auf der Insel angekommen waren, aber durchaus informativ.

In den darauf folgenden Tagen besuchten wir den Markt von St. Paul, wanderten durch wunderschöne Berglandschaften, erklommen einen noch aktiven Vulkan, feierten ein ausgelassenes Grillfest an der Strandpromenade von Le Port und besuchten die wenigen Strände der Insel, an denen man baden konnte, ohne dabei von Haien verspeist zu werden.

 

Auf dem Markt von St. Paul gab es neben den exotischsten Früchten und anderen Lebensmitteln auch schöne Souvenirs zu fairen Preisen zu erstehen.

Exotische Früchte und Gerichte gab es auch an dem von unseren Gastfamilien organisierten Grillabend in Meeresnähe. Eine kreolische Live-Band sorgte für Stimmung und brachte zum Schluss auch jede noch so steife Europäerhüfte zum Wackeln.

Die Wanderung auf den Dos d`Âne und die Tour auf das Plateau des Vulkans Piton de la Fournaise, der immer noch aktiv ist, sorgten zwar für hohe Anstrengungen und Muskelkater, boten jedoch unglaublich schöne Aussichten und Eindrücke, die keiner der Beteiligten so schnell vergessen wird.

kurz vor dem filmprojekt zu manieren

Manieren 2050: Gruppe mit Schülern aus Belgien, Schweden, Deutschland und La Réunion kurz vor der Filmaufnahme.

Da der Besuch auf La Réunion im Rahmen eines von der EU finanzierten Comenius-Projektes stattfand, verbrachten wir allerdings auch zwei Tage in der Schule unserer Partner. Zusammen mit Schülern aus Belgien, Schweden und Ungarn drehten wir in intensiver Gruppenarbeit mehrere ansehnliche Filme über die Manieren zwischen Lehrern und Schülern im Jahre 2050. Die entstandenen Film lassen sich übrigens direkt auf unserer Homepage anschauen: Rubrik „Schulprofil“ >  „Comenius.“ Im Rahmen dieser Gruppenarbeit fand ein reger Austausch der Kulturen statt.

 

Als sich der Aufenthalt seinem Ende zuneigte, war wahrscheinlich keiner der Beteiligten froh darüber, wieder nach Hause zu fliegen und somit wieder den Alltagstrott aufzunehmen. Da aber bekanntlich alles ein Ende hat, mussten wir schweren Herzens Abschied nehmen und wieder in die Flugzeuge Richtung Winter einsteigen. Dabei flossen auch Abschiedstränen, die jedoch über lächelnde Wangen flossen, da im Februar ja schon das nächste Treffen ansteht. Und dann sind wir die Gastgeber. (Ein Reisebericht von Ismael Kleinheins)

grillabend am strand

Grillabend am Strand mit kreolischen Tänzen zu Livemusik.

 

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