Autosalon 22: Nachhaltig auf der Überholspur

Nachhaltigkeit hat viele Gesichter: Man sieht es den Gefährten nicht an, ob sie mit einem Verbrenner-, einem Hybrid- oder einem Elektromotor angetrieben werden. 

 

 

Eine Traube Schüler steht um den Porsche Taycan. Die Blicke verraten es: Das erste Gehalt wird wohl nicht reichen für den Elektroflitzer. Pana Kotsoglou aus der Klasse 11/1 des Wirtschaftsgymnasiums ist trotzdem beeindruckt: „Dass unsere Schule so einen Autosalon macht, erlebe ich zum ersten Mal und ich finde es sehr spannend. “ Nicht nur er ist froh, dass das Schulevent trotz anhaltender Pandemie wieder möglich ist: Vor allem die Auszubildenden der Automobilklasse 2KA1 freuen sich, dass sie ihre Kenntnisse in berufsfachlicher Kompetenz der ganzen Schule zeigen können.

 

Stolz präsentiert Finn Albig „seinen“ Dallara-Sportwagen: Er kennt sich mit dem Luxussportwagen bestens aus, schließlich berät er auch bei seinem Arbeitgeber Dörr Interessenten für dieses Auto. Die „Autosalon“-T-Shirts hat die Klasse im Sinne einer Corporate Identity speziell anfertigen lassen. Klassenkamerad Maximilian Renker (rechts) zeigt, wie man in den Flügeltürer einsteigt. 

 

 

Statt der virtuellen Behelfslösung des letzten Jahres, ist in diesem Sommer wieder der Ernstfall möglich. Die 20 Schülerinnen und Schüler haben an diesem Tag 14 Autos und zwei E-Bikes von ihren Ausbildungsbetrieben mobilisieren können, um zu zeigen, dass sie solch ein Event organisiert bekommen. Die Fachlehrer Alexandra Hittmann, Adrian Schad und Thomas Kögler waren stets mit im Boot, um zu schauen, was die sechs Orga-Teams machen. Von „Hof und Autos“ über „Genehmigung und Finanzen“ bis hin zu „Werbemittel“ wurde die Veranstaltung seit Mai organisiert, die auf dem Pausenhof der Kaufmännischen Schule und dem Hof vor der Gewerblichen und Maria-Merian-Schule stattfand. „Das ist klasse, was die Schülerinnen und Schüler da hinbekommen haben“, lobt Lehrer Thomas Kögler, der die Orgnaisation des Autosalons maßgeblich mit den Schülern begleitete, “ vor allem wenn man bedenkt, dass sie sich bei den Vorgängern keine Tipps holen konnten, wie man das macht“. Schon um halb sieben morgens ging es los mit dem Aufbau. Die teuren Boliden wurden einladend auf dem Gelände verteilt, die Gewinnspiele und der Essensstand aufgebaut. „Das lässt sich virtuell nicht simulieren, wenn plötzlich der Crepes-Teig ausgeht“, scherzt Lehrerin Hittmann.

 

 

 

Gewinnspiele ziehen Besucher an – und es gab viel Praktisches zu gewinnen: Regenschirm, Sonnenkappe, Eiskratzer, Warnwesten. Die Autohäuser haben es großzügig spendiert.

 

 

Schwerpunkt war diesmal das Thema Nachhaltigkeit. Unter den 14 Autos waren nur drei mit Verbrennungsmotor, der Rest hatte einen Strom- oder Hybridantrieb. „Das ist auch ein Vertrauensbeweis der Ausbildungsbetriebe an ihre Azubis“, sagt BWL-Lehrerin Hittmann und lässt ihren Blick über die teuren Karossen schweifen. Mit dabei waren die Autohäuser Felix Kloz, Lorinser, Mulfinger, Burger Schloz, Staiger, Hahn und die Dörr Group. Der ein oder andere Lehrer wird durchaus in ein Beratungsgespräch verwickelt, schließlich haben sich die angehenden Automobilkaufleute gut vorbereitet. Azubi Tim Albig kann jede der Fragen aus der Schülergruppe vor ihm beantworten. „Beim Dallara können wir gut das Downsizing zeigen – also wie aus einem kleinen 2,3-Liter-Motor eine große Leistung mit 400 PS herausgeholt werden kann“ klingt es fachmännisch, während sein Klassenkamerad Maximilian Renker umständlich versucht überhaupt in den 350.000-Euro teuren italienischen Sportwagen einzusteigen. Eine Tür hat das Gefährt nämlich keine und der Einstieg beim kleinen Elektro-Smart klappt doch einfacher.

 

Sogar die Zutaten für den Crepesteig waren vegan und nachhaltig: Mandel- statt Kuhmilch. Außerdem gab es statt süßen Softdrinks Fruchtsäfte in Gläsflaschen.

 

 

 

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