Abiturientenreden 2011: Zwischen „Du kannst alles schaffen!“ und Zukunftsangst


Abiturientenreden 2011:

Zwischen „Du kannst alles schaffen!“ und Zukunftsangst

johanna schaal scheffelpreis 2011
Hielt in diesem Jahr die Scheffelpreis-Rede: Johanna Schaal von unserem WG.

Das Abitur 2011 ist geschafft: 206 Schülerinnen und Schüler am ernährungswissenschaftlichen (EG), technischen und (TG) und wirtschaftswissenschaftlichen (WG) Gymnasium unseres beruflichen Schulzentrums haben es erfolgreich in der Tasche. Am EG sind es 44 Prüflinge (einer nicht bestanden), am TG 76 Prüflinge (zehn nicht bestanden) und an unserem WG 86 Prüflinge (vier nicht bestanden), die die allgemeine Hochschulreife bestanden haben. Die Schuldurchschnitte lagen bei 2,63 am EG und dezimalgleich bei 2,57 am TG und WG. Die Traumabschlussnote von 1,0 gab es in diesem Jahr zwei Mal: Barbara Stöckel und Natalie Haug vom EG erreichten sie.

Ulrich Lenk, Schulleiter der Kaufmännischen Schule, freute sich über die „Begeisterung“ der Abgänger: „Sie besitzen jetzt ein solides Fundament, auf dem sich gut aufbauen lässt, egal ob Sie direkt in die berufliche Praxis gehen wollen oder ein Studium anpeilen.“ Politikern gab er zu bedenken: Damit Schulen „aufbrechen“ könnten, brauche es „Freiräume, motivierte Lehrer und personelle Ressourcen. Zum Nulltarif wird dies nicht zu machen sein“. Den jungen Menschen wünschte er „Wissen und Weisheit, Können und Menschlichkeit, Ehrgeiz und Gelassenheit richtig dosiert miteinander zu verbinden“. 

abi-rede 2011 daniel reichert
Lieferte eine witzige Abiturientenrede ab: Daniel Reichert.

Mit den Augen des Statistikers wandte sich Daniel Reichert in seiner Abi-Rede an die Versammelten im vollen Foyer unserer Schule, wo die gemeinsame Verabschiedung für das Schulzentrum stattfand. Auf die beliebte Frage, wo man wohl in dreißig Jahre stehe, antwortete er im trocknen Selbstgespräch: „Man hat 1,5 Zähne weniger und 1,4 Kinder mehr.“ Ernsthafte Gedanken kleidete er amüsant in Flapsigkeit, Witz und (Selbst-)Ironie: Nach drei Jahren beruflichem Gymnasium wisse nun nicht jeder, was er wolle, doch „zu wissen, was man nicht will, kann auch viel wert sein“. „Entscheidet euch nach eurem Interesse!“ und nicht nur nach finanziellen und Image-Gründen, appellierte er an seinen Jahrgang.  

Den Scheffelpreis erhielt in diesem Jahr Johanna Schaal vom WG. Sie widmete sich in ihrer Rede dem Abschied vom „lockeren Schülerleben“ und der „gruseligen“ Aussicht auf Verantwortung, Festlegenmüssen und der Frage nach dem „Kann ich das schaffen?“. Drei Imperative schlägt sie vor: „Erfolg fliegt einem nicht zu! Man muss das Leben selbst in die Hand nehmen! Und: Du kannst alles schaffen!“


Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.

Kaufmännische Schule Waiblingen
Steinbeisstraße 4
71332 Waiblingen

Telefon: 07151/5003-100
Telefax: 07151/5003-125
E-Mail: postfach@ks-wn.de