177 Schüler und Lehrer wollen Leukämiekranken „einfach helfen“


177 Schüler und Lehrer wollen Leukämiekranken „einfach helfen“

andrang bei der typisierungsaktion der smv

Reges Interesse herrschte bei den Schülern, die Typisierungsaktion der SMV an der Kaufmännischen Schule Waiblingen zu unterstützen. Als „Dank“ der DKMS gab es einen kleinen Ansteck-Pin und das gute Gefühl, einer von 13 Millionen zu sein, die helfen wollen.  

Es gab kein konkretes Schicksal, dem mit der Aktion geholfen werden sollte, die Schülermitverantwortung (SMV) unserer Schule wollte „einfach helfen“, wie Schülersprecherin Franziska Börner sagt. Und das ist gelungen: Erstmals veranstaltete die SMV eine Typisierungsaktion für die „Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ (DKMS) aus Tübingen.
177 Spendewillige ließen sich an einem Schulvormittag fünf Milliliter Blut abnehmen, das nun untersucht wird, um es mit den Gewebemerkmalen der weltweit 13 Millionen Leukämiekranken in der DKMS-Datei abzugleichen. Kommt es zu einer Übereinstimmung, dann können unsere Schüler und Lehrer einem schwerstkranken Menschen helfen – vielleicht sogar das Leben retten. Wie dieses Prozedere vonstatten geht, erfuhren die Schüler der Vollzeitklassen bereits im Oktober an einer Informationsveranstaltung.

zur erinnerung gab es einen dkms-pin

Bevor es losgehen konnte, musste eine Einverständniserklärung unterschrieben werden. 

Für die teuren Typisierungskosten der Blutproben – eine einzelne kostet 50 Euro – wollte die SMV zumindest einen Beitrag leisten: 540 Euro kamen durch Kuchenverkäufe in den großen Pausen zusammen, eine Nikolauskartenaktion brachte 100 Euro, weitere 50 Euro wurden am Aktionstag in die Spendendose gesteckt und die Schule steuert mit der Unterstützung der Elternvertreter aus ihren Mitteln nochmals 1000 Euro dazu, sodass knapp 1.700 Euro als Spende an die DKMS fließen können.
 

„Das ist genial, dass hier alles organisiert wurde“, freut sich Tobias Haas von der DKMS. Er brachte lediglich das medizinische Material mit, Arzt und Helfer konnten aus dem privaten Umfeld von Schülern und Lehrern für die freiwillige Mithilfe gewonnen werden. Besonders das junge Alter der Schüler freut DKMS-Mann Haas, denn „die sind gesund und lange in unserer Datenbank, sodass sie unseren Patienten lange zur Verfügung stehen“. Schließlich wird die Probe bis zum 61. Lebensjahr gespeichert. „Da Berufsschulen eine hohe Fluktuation haben“, so Haas, „wäre es schön, wenn wir die Typisierungsaktionen hier an der Schule institutionalisieren könnten“.

Das sieht auch die SMV so. Verbindungslehrerin Anja Straub: „In zwei Jahren wollen wir einen neuen Anlauf nehmen und auch die SMVen der anderen Schulen unseres beruflichen Schulzentrums ins Boot holen, dann wird das eine ganz große Aktion.“

blutspendne in der sammelbox
Kostbare Blutspenden von Schülern der KSWN: Sie werden nun untersucht und dann in die weltweite Datenbank der DKMS eingespeist. Mit viel Glück gibt es eine lebensrettende Übereinstimmung.

Die SMV der KSWN kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, in dem sie viel Herz für andere bewies: Ein afrikanisches Patenkind erhält eine monatliche Unterstützung, die die Schüler erarbeiten; ein Spendenlauf wurde organisiert; ebenso ein Afrika-Tag und im November die Hilfsaktion „Weihnachten im Schuhkarten“ für arme Kinder in Osteuropa. Höhepunkt war nun die Unterstützungsaktion für die DKMS. 

freude ueber einzelspende
Super Sache: Schülersprecherin Franzi Börner konnte an der SMV-Aktion auch eine Spende für das afrikanische Patenkind unserer SMV entgegennehmen. Da freut sich auch die Weihnachtsfrau. 

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