12/1 besucht „Hexenjagd“


Die 12/1 besucht die „Hexenjagd“

theaterbesuch zu hexenjagd
Gut überstanden hat die 12/1 die „Hexenjagd“ im „Alten Schauspielhaus“ – schließlich dauerte die Aufführung drei Stundfen. 

Arhur Miller? „Hexenjagd“? Im „Alten Schauspielhaus“ in Stuttgart? – Nix wie hin dachte sich da Schüler und Schülerinnen der 12/1 zusammen mit ihren Lehrerinnen Birgit Kaufmann und Gabriele Baur. 

Das aus Galgen bestehende Bühnenbild stimmte schon einmal auf das Ende des düsteren Stückes ein. Das Drama basiert auf einer wahren Geschichte aus dem kleinen Städtchen Salem, Massachusetts, im Jahre 1692.

Das Stück beginnt mit dem vom hysterischen Schreien begleiteten Tanzen mehrerer junger Frauen. Als diese vom örtlichen Pfarrer überrascht werden, fällt dessen beteiligte Tochter in eine Scheinohnmacht. Die ebenfalls beteiligte Nichte des Pfarrers, Abigail, beginnt nun andere Salemer Bürger zu beschuldigen, sie und die anderen Mädchen verhext zu haben. Ihr Kalkül geht auf: Da sie andere beschuldigt, braucht sie keine Strafe zu fürchten. Alle beteiligten Mädchen nutzen nun die Chance, ihrer Rach- und Eifersucht freien Lauf zu lassen.

Als Dienstmädchen wurden sie immer gedemütigt und ausgenutzt, nun wollen sie es den ehemaligen Peinigern zurückzahlen.

Es beginnt eine Spirale des Terrors. Das eingesetzte Gericht und der örtliche Pfarrer schenken den jungen Frauen nur zu bereitwillig ihren Glauben.

Mehr und mehr Salemer Bürger wandern in die Kerker. Doch zwei Landwirte durchschauen das böse Treiben der Mädchen und versuchen mit dem Geständnis einer der Mädchen das Gericht von den Lügen der jungen Frauen zu überzeugen. Doch nur ein von auswärts stammender Geistlicher glaubt ihnen. Durch die schauspielerischen Fähigkeiten geblendet, glaubt der Rest des Gerichts weiter den Mädchen. Dafür kommt einer der Bauern in Haft. Am Ende sterben 19 Menschen am Galgen, darunter der Bauer und eine greise Dame. Die Mädchen hingegen werden vermisst. Wahrscheinlich seien sie mit einem Schiff geflüchtet, wird vermutet.

Die Leistung der Schauspieler war durchweg überzeugend, das Bühnen- und Kostümbild war einfach gehalten, verfehlte aber seine Wirkung nicht. 

Das mit drei Stunden Spiellänge zwar recht lange Stück war durch die dichten Dialoge und die hervorragende Darstellung der Protagonisten keine Sekunde langweilig. Um 23.00 Uhr ging der lange Theaterabend abschließend mit einem Gruppenfoto zu Ende.

Benjamin Heidrich/Gabriel Bah

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