Berufsschule will internationaler werden

Lehrerkollegen aus Spanien haben sich an unserer Schule über das Duale Ausbildungssystem informiert.

 

 

22 Lehrer aus Spanien haben sich an der Kaufmännischen Schule Waiblingen (KSWN) über das duale Ausbildungssystem informiert. Seit 2012 ermöglicht es die spanische Regierung ihren Regionen zwar, eine duale Ausbildung anzubieten, doch steckt diese noch in den Kinderschuhen. Darum hospitierte die Delegation aus Katalonien nach einer Woche an der Kaufmännischen Schule 1 in Stuttgart auch einen Tag an der KSWN, um sich vom Abteilungsleiter der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) Kai Schmid Strukturen und Abschlüsse erläutern zu lassen. Carolina Carrion-Ramos und Francisca Pastor fungierten als Dolmetscher.

Bereits die Aufteilung in die drei Bereiche kaufmännisch, gewerblich und hauswirtschaftlich ist für die Spanier neu gewesen, die solch eine Trennung nicht kennen. Die stellvertretenden Schulleiter der gewerblichen und der Maria-Merian-Schule, Uwe Ziekur und Ralf Schönleber, zeigten, was sie an Pflegezimmern, Küchen, Werkstätten und Frisörsalons zu bieten hatten.

„Wir profitieren von diesem Get-Together mit den spanischen Kollegen genauso“, stellte der neue KBS-Abtei­lungsleiter Kai Schmid fest. Er zeige sich offen, auch an unserer Berufsschule internationale Kooperationen einzurichten. Denkbar sei es, die Kontakte zu den Spaniern auszubauen, es habe aber auch eine Anfrage aus Norwegen gegeben. Jedenfalls solle im Januar ein Antrag auf Fördermittel gestellt werden, um im Schuljahr 2019/20 starten zu können.

Notwendig ist hierfür aber auch die Überzeugung und Unterstützung der Ausbildungsbetriebe. Kai Schmid ist sich sicher, dass es „für Betriebe hilfreich sein kann, ebenfalls umzudenken und attraktivere Angebote machen zu wollen, um weiterhin gute Azubis für sich gewinnen zu können“. Eine Auslandserfahrung während der Ausbildung böte zudem die Chance, wichtige Kompetenzen auszubauen: die Eigenverantwortung zu fördern, Sprachbarrieren zu überwinden und sich in einem komplett fremden Umfeld zurechtfinden zu müssen. Bei der vergangenen Ausbilderversammlung sei er durchaus bei Banken, in der Lagerlogistik, im Einzelhandel und im Groß- und Außenhandel auf interessierte Firmenvertreter gestoßen.

Konkret könnte dies bedeuten, dass Azubis zwei bis drei Wochen bei einem Partnerbetrieb in Spanien arbeiten und dort auch die Schule besuchen. Dies erfordert allerdings Unterricht auf Englisch. Denkbar wäre es zudem, an der KBS das Fremdsprachenangebot auf Spanisch auszuweiten. „Auch wir als Schule stehen im Wettbewerb“, so Schmid, „und dürfen uns nicht zurücklehnen“.

 

 

 

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