Jahresbericht 2017

 

KSWN-Jahresbericht 2017

 

An der Kaufmännischen Schule Waiblingen (KSWN) kündigt sich ein doppelter Generationenwechsel in der Führungsriege an: Zum Schuljahreswechsel im September übernahm der 37-jährige Kai Schmid die Leitung der Kaufmännischen Berufsschule von Horst Schäfer, der die größte Abteilung der KSWN mit rund 1.100 Schülerinnen und Schülern nach 13 Jahren und insgesamt 41 Lehrerjahren abgab. Schulleiter Ulrich Lenk lobte seinen bisherigen Abteilungsleiter für dessen „warmherzige Art und das gute menschliche Miteinander“. Seinem Nachfolger Kai Schmid bescheinigte er bei der ersten Verabschiedungsfeier zur Berufsschulwinterprüfung: „Kai Schmid hat die Feuertaufe mit Bravour bestanden.“

 

Generationenwechsel in der Abteilung Kaufmännische Berufsschule: Horst Schäfer (links) geht in den Ruhestand, Kai Schmid (rechts) übernimmt. Schulleiter Ulrich Lenk (Mitte) freut sich über die Führungsnachfolge aus dem eigenen Kollegium.

 

Verdienstvoll ging es zu Beginn des neuen Schuljahres weiter. Landrat Dr. Richard Sigel und der für unsere Schule zuständige Referent vom Regierungspräsidium Stuttgart, Dr. Volker Dangel, ließen es sich nicht nehmen, Schulleiter Ulrich Lenk zu einem besonderen Jubiläum persönlich zu gratulierten: Er ist seit 25 Jahren Direktor der Kaufmännischen Schule Waiblingen, an der er als Referendar seine Lehrerlaufbahn begonnen hatte. Das gesamte 100-köpfige Kollegium schloss sich den Glückwünschen an. Es ist das letzte Jahr für den Fellbacher Oberstudiendirektor, der zum Schuljahresende in den Ruhestand gehen wird. Damit wird es einen weiteren Generationenwechsel geben – den auf dem Chefsessel.

 

Besonderes Jubiläum: Ulrich Lenk ist seit 25 Jahren Schulleiter unserer Schule. Hierzu gratulierten Landrat Dr. Richard Sigel (rechts) als Schulträger und Dr. Volker Dangel vom Regierungspräsidium Stuttgart.

 

 

Die „Waiblinger Kreiszeitung“ nannte uns in ihrem Bericht „Die digitale Pionierschule“ (19.10.2017). Worauf sie sich dabei bezog, spricht tatsächlich für sich: Seit drei Jahren können unsere Schüler aufgrund einer eigenständig konzipierten Offensive mit Tablets im Unterricht Erfahrungen sammeln. Außerdem konnten nun erstmals alle unsere rund 120 Schüler der Eingangsklassen (11. Klasse) mit den kleinen Alleskönnern ausgestattet werden. Zu verdanken ist dieses Privileg unserem Schulträger, dem Landkreis Rems-Murr, der uns in dieser zukunftsträchtigen Vorreiterrolle maßgeblich unterstützt.

 

Vorreiter ist die KSWN auch auf anderem pädagogischem Terrain: „Gemeinsam leben lernen“ (GLL) heißt ein ganzheitliches Unterrichtskonzept, das auch Schulpräsidentin Claudia Rugart vom Regierungspräsidium Stuttgart neugierig machte. Bei ihrem Besuch an unserer Schule zeigte sie sich begeistert: „Hier werden neue Wege gegangen.“ Die KSWN ist die einzige Schule in Baden-Württemberg, bei der GLL im Stundenplan auftaucht und bundesweit die einzige, die sich damit auch in die Oberstufe wagt. In Zusammenarbeit mit der Eckardt-von-Hirschhausen-Stiftung „Humor hilft heilen“, dem Institut für angewandte sozialwissenschaftliche For­schung e.V. und einem hochmotivierten Lehrerteam unserer Schule gelang es, GLL bei uns zu implementieren. Das Konzept will selbstorganisiertes Lernen sowie die Förderung von Teambildung und Selbstvertrauen zusammenbringen. Inzwischen haben die Kollegen das GLL-Konzept weiterentwickelt und zu einer eigenen Marke unserer Schule gemacht: Unter dem Titel „Ich – Wir – Alle“ (IWA) wird das Konzept nun im Fortbildungskatalog des RP geführt, um auch anderen Schulen diese neuen Möglichkeiten aufzuzeigen.

 

Schulpräsidentin Claudia Rugart (Mitte) und Sprengelreferent Dr. Volker Dangel (Dritter von rechts) vom RP Stuttgart zollten dem GLL-Team unserer Schule Anerkennung für den großen Einsatz und das Herzblut, mit dem der neue Ansatz erprobt wird.

 

Als Schulversuch gestartet, inzwischen etabliert: das AVdual. In diesem Jahr lobte Landrat Dr. Richard Sigel sogar einen AVdual-Preis aus. Zugesprochen bekam ihn Lena Marie Wittmann aus Fellbach. Der Stifter des 100-Euro-Bargeldpreises will den Preis aber nicht zuallererst als Leistungspreis verstanden wissen, sondern als Anerkennung der persönlichen Entwicklung eines Schülers oder einer Schülerin. Wie engagiert sich Lehrer um AVdual-Schüler kümmern, zeigt auch der im Projektunterricht vorbereitete Verkauf von selbstgebastelten Weihnachtsartikeln im Schulfoyer und der Baywa in Backnang.

AVdual-Schüler verkaufen ihren Weihnachtsschmuck aus dem Projektunterricht.

 

Alleine die Nominierung als eine der zehn besten Übungsfirmen war schon ein Erfolg für unsere „Elektro Wucht GmbH“. Die Schülerfirma unseres Berufskollegs überzeugte trotz der Konkurrenz von 140 weiteren Übungsfirmen in Standgestaltung, Auftreten und Beratung an der Internationalen Übungsfirmenmesse in Sinsheim. Zwar hat es letztlich für einen Preis nicht gereicht, aber die Motivation dürfte sich dennoch bei allen Beteiligten aus den drei BK-Klassen – 60 Schülerinnen und Schüler der BK1-Klassen und 30 des BKII – für Aktivitäten an der nächsten Messe erhöht haben. Freuen darf sich über diese positive Resonanz auch die Patenfirma Emil Löffelhardt aus Fellbach, die mit vielen Elektrogeräten diesen glanzvollen Auftritt unterstützte.

Unsere „Elektro Wucht GmbH“ war ´ne Wucht auf der Übungsfirmenmesse: Sie wurden sogar als eine der zehn besten Üfas in Sinsheim nominiert.

 

Ebenso aufwendig vorbereitet und gestaltet wurde ein Unterrichts­projekt zum Thema Holocaust: Ein Geschichtskurs unseres Wirtschaftsgymnasiums interviewte die Holocaust-Überlebende Dagmar Lieblová zunächst im Frühjahr, die dabei entstanden Video-Interviews wurden dann im Herbst zusammen mit unserem Literaturkurs sowie dem Oberstufenorchester und der Stimmbildungs-AG des Staufer-Gymnasiums in einer schulinternen Veranstaltung präsentiert. Die heute 88-Jährige gehörte während der Zeit des NS-Grauens zu den Kindern, die im KZ Theresienstadt das Glück hatten, Teil der Kinderoper „Brundibar“ zu sein. Die Musik rettete ihr damit das Leben. Wie eindringlich die Holocaustüberlebende sich mit den Schülern auseinandersetzte, zeigt ihr Appell zum Schluss der Aufführung: „Jetzt seid ihr die Zeitzeugen, denn ihr werdet einmal euren Enkelkindern sagen können, ich habe damals mit der Frau gesprochen, die das erlebt hat.“

Dagmar Lieblová, die Seniorin in der Mitte, freut sich über das Interesse der Waiblinger Schüler an ihrer Lebensgeschichte.

 

Soziales Miteinander kommt bei unseren Schülern gut an: Sowohl bei den Schülern des Berufskollegs bei „Kennenlerntagen“, als auch bei der großen gemeinsamen Schulweihnachtsfeier in unserem Foyer. Mehrere hundert Schüler lauschen hier unserer Schülerband.

 

 

 

Kaufmännische Schule Waiblingen:

Auswahl von Veranstaltungen und Projekten 2017

 

 

Januar – SMV-Winterausfahrt nach Zams

 

Februar – Schulpräsidentin Claudia Rugart lobt neues „GLL-Konzept“

– Großhändler erleben „alternative Stadtführung“ in Stuttgart

 

März – Madridfahrt von Zwölfklässlern

– Büromanagement-Klasse besucht Radiosender BigFM

 

April – Geschichts-Kurs interviewt Holocaustüberlebende

 

Mai – Landrat verleiht erstmals AVdual-Preis

– neue Bildungspartnerschaft mit Fellbacher Firma „Hahn Automobile“

– Schüleraustausch mit Belgien

– Europatag mit MdL Goll

– KSWN-Kicker werden erneut Vize-RP-Sieger

 

Juni – WS und AVdual im Gespräch mit „Tschick“-Ensemble

– Bart-ab-Aktion für den guten Zweck

 

Juli – Studienfahrten der WG-12-Klassen

– Ausflüge der Berufsschulklassen

– Fußball- und Bubble-Soccer-Turnier der SMV

 

September – Ulrich Lenk feiert 25-jähriges Schulleiter-Jubiläum

– Kai Schmid löst Horst Schäfer als KBS-Abteilungsleiter ab

– Einführungsveranstaltungen am WG, am BK und an der WS

– Beginners Breakfast der SMV

 

Oktober – Barack Obama Ojwag zweites afrikanisches SMV-Schulpatenkind

 

November – Frühere Schülerin stellt Ludwigsburger Verwaltungsstudiengang vor

– BK-Klasse: Betriebsbesichtigung bei Porsche

– WG und Staufergymnasium gestalten Holocaust-Projekt

 

Dezember – Finanzassistenten besuchen Stuttgarter Börse

– Nikolausaktion der SMV

– Weihnachtsverkauf des AVdual

– Zwölfklässler lernen EU-Institutionen bei EU-Planspiel kennen

– Gemeinsames Weihnachtsliedersingen

 

 

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