Uwe Hück holt die Herzen von 600 Schülern ab

 

Video wurde mit freundlicher Genehmigung vom Zeitungsverlag Waiblingen zur Verfügung gestellt. Quelle: www.zvw.de

 

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Lebt, was er sagt: Uwe Hück motivert unsere Schüler, dass auch sie es schaffen können.

Deutschlands ungewöhnlichster Betriebsratsvorsitzender besuchte unsere Schule: Uwe Hück von Porsche. Eine Stunde lang erzählte er unseren Schülern aus seinem Leben, das mit vielen Widrigkeiten begann, aus denen er sich aber mit Willenskraft, Disziplin und einem Versprechen befreite. Seine Botschaft an die Schüler: Ihr könnt es auch schaffen! Seine Motivationsrede war Auftakt und Höhepunkt des Schülerjubiläumstages, der anlässlich unseres 50jährigen Bestehens gefeiert wurde.

 

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Nahm sich Zeit für jeden einzelnen Selfie-Wunsch der Schüler. Und  die hatten viele…

 

600 Schülerinnen und Schüler, die davor noch nie etwas von Uwe Hück gehört hatten, so zu fesseln, dass es in der riesigen Sporthalle ruhig ist – das schafft nicht jeder. Der 1,86 Meter große Mann strahlt bereits durch seine Körperlichkeit Überzeugungskraft aus. Dass die Stille dann aber eine Stunde lang hält, liegt vor allem an seiner Geschichte: Mit zwei Jahren verlor er seine Eltern bei einem Autounfall. Er kam mit seinem Bruder ins Kinderheim, die Kinder wurden getrennt, der Bruder hielt diese Schicksalsschläge nicht aus und nahm sich das Leben. Uwe Hück war allein. Zu Weihnachten wurden alle Kinder des Heims abgeholt, nur er bleib einsam zurück. Eine Betreuerin machte es noch schwerer erträglich für den kleinen Bub: „Dich holt sowieso keiner ab!“ An diesem Morgen holt Uwe Hück jeden einzelnen Schüler ab – dort, wo er steht. Darum sind die 600 jungen Menschen auch muxmäuschenstill. Sie glauben ihm, was er sagt, weil er lebt, was er sagt.

 

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Der Porsche-Betriebsratschef ist Meister eindringlicher Appelle.

 

In seiner Verzweiflung wandte sich der kleine Uwe im Kinderheim an Gott. Handelte mit ihm aus: „Mach mich groß, stark und mächtig, dann kümmere ich mich um den Mist hier.“ Sein Herrgott hielt Wort, Uwe Hück hielt Wort: Er sammelte Selbstbewusstsein, indem er zweifacher Europameister im Thai-Boxen wurde – selbst heute noch trainiert er sechsmal die Woche. Er boxte sich durch die Sonder- und Hauptschule, bis ein Lehrer an ihn glaubte und ihn förderte. Daraus erwuchs sein Credo: „Keiner kann dumm genug sein, um keine Ausbildung zu machen!“ Hück schaffte es, bei Porsche eine Lehrstelle als Lackierer zu bekommen. Er setzte sich gegen Ungerechtigkeiten an seinem Arbeitsplatz ein. „Lieber gehe ich unter, bevor ich eine Ungerechtigkeit akzeptiere“ brüllt er kämpferisch in die Schülermenge. Dieser solidarische Kampfgeist sprach sich herum – sein Weg in den Betriebsrat war mit viel eigener Anstrengung gepflastert. Weiterbildungen in Arbeits-, Tarif- und Sozialrecht, Wirtschafts- und Technikwissen paukte er und er schaffte es bis ganz nach oben. Heute ist er nicht nur Porsche-Betriebsratsvorsitzender, sondern auch Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Weltunternehmens.

 

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Einer, der Jugendliche ernst nimmt: Selbst bis kurz vor seiner Abfahrt hört er ihnnen zu.

 

Jetzt kümmert er sich um „diejenigen, denen es nicht so gut geht“. Er gründete 2013 in Pforzheim die „Hück-Lernstiftung“ (www.lernstiftung-hueck.de) und sammelt seitdem für benachteiligte Jugendliche Spenden: „Ich bin ein moderner Robin Hood. Wenn ich gehe, sind die Reichen erleichtert.“ Der 54-Jährige gibt dafür auch selber alles: Im Ring holt er sich „blaue Flecken für soziale Zwecke“. Er lebt, was er brüllt: „Wer hat, muss geben – das ist Solidarität.“

 

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„Ich stehe zu meinem Wort“, sagte Uwe Hück gleich als Erstes. Und das gab er Schulleiter  Ulrich Lenk bereits vor einem Jahr. Jetzt löste der vielbeschäftigte Porsche-Mann trotz rappelvollem Terminkalender sein Versprechen ein.

 

Der Schlüssel, um sich erfolgreich durchzuboxen, ist für Hück Bildung. Darum sollten sich die jungen Menschen gut auf die Digitalisierung vorbereiten. Aber: „Das Trikot schwitzt nicht von alleine.“ Einer, der mit Anfang zwanzig zwei Jahre bei Porsche in der Nachtschicht war, weiß das.  Bildung sei auch die schärfste Waffe gegen den Terror und an den Schülern liege es, sich gegen die „braune Soße“ zu wehren: „Rassismus muss aufhören!“ Uwe Hück lebt dieses Multikulti selbst. Er ist mit einer Vietnamesin verheiratet, die in den 70er Jahren selbst als „boat people“ flüchtete. Mit dieser „intergalaktischen Frau“ hat er einen Sohn, zwei vietnamesische Söhne adoptierte er schon in jungen Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

SMV sorgt für super Schülerjubiläumstag

Die Stimmung war wie das Wetter an diesem Tag: Super! Schöner hätte der Schülerjubiläumstag im Rahmen unseres Schuljubiläums nicht ausfallen können: Erst ein fulminanter Auftritt von Motivator Uwe Hück, dann Prämierung der Siegervideos unseres Videowettbewerbs und dann ging´s raus aus der Sporthalle auf die Sportplätze, um zu feiern. Die SMV hatte ein buntes Programm vorbereitet,… weiter

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